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Krypto-Finanzierte Grausamkeit: Bestatter zu 40 Jahren verurteilt

Ein US-Bestatter ließ fast 200 Leichen verrotten, gab Familien falsche Asche und verprasste die Gelder für Luxusautos, Kryptowährungen und Schönheits-OPs. Ein Einblick in einen unfassbaren Betrug.

Datum

8. Februar 2026

Krypto-Finanzierte Grausamkeit: Bestatter zu 40 Jahren verurteilt

Die wichtigsten Fakten:

  • Jon Hallford, Mitbesitzer eines Bestattungsunternehmens in Colorado, wurde zu 40 Jahren Haft verurteilt.
  • Er und seine Ex-Frau Carie ließen 189 Leichen in einem Gebäude verrotten und gaben den trauernden Familien gefälschte Asche (tatsächlich trockenen Beton).
  • Die für Bestattungen kassierten Gelder verprassten sie für Luxusautos, Kryptowährungen, Designerwaren und Laser-Behandlungen.
  • Carie Hallfords Urteil steht noch aus, sie drohen bis zu 35 Jahre Gefängnis.

Ein „unsagbarer und unbegreiflicher“ Schaden

Richter Eric Bentley fand klare Worte für die Taten von Jon Hallford: Er habe seinen Kunden und deren Angehörigen „unsagbaren und unbegreiflichen“ Schaden zugefügt. Das Urteil von 40 Jahren Gefängnis liegt nur knapp unter der von den Opfern geforderten Höchststrafe. Die Gerichtssäale waren bei der Verkündung voll mit Familienmitgliedern, die noch immer unter den Folgen des Betrugs leiden.

Viele berichteten von Alpträumen, die Bilder von verwesendem Fleisch, wimmelnden Maden und der schmerzhaften Gewissheit heraufbeschwören, dass ihre geliebten Verstorbenen schlichtweg sich selbst überlassen wurden.

Das grausige Geschäftsmodell der „Return to Nature“

Zwischen 2019 und 2023 betrieben Jon und Carie Hallford das Bestattungsunternehmen „Return to Nature“. Statt die versprochenen ökologischen Bestattungen oder Einäscherungen vorzunehmen, lagerten sie die Leichen in einem 2.500 Quadratmeter großen, unbeheizten Gebäude ab.

  • Die Leichen verwesten bei Raumtemperatur.
  • Insekten und Maden breiteten sich aus.
  • Unter den Toten befanden sich auch Säuglinge und Menschen jeden Alters.

Auf die schreckliche Wahrheit stießen die Behörden erst, als Nachbarn über einen üblen Geruch berichteten. Die Identifizierung aller Opfer dauerte Monate.

Krypto, Luxus und falsche Asche: Die kriminelle Geldverwendung

Während die Leichen verfielen, lebten die Hallfords im Luxus. Die für die Bestattungsdienstleistungen kassierten Gelder – pro Service bis zu 1.895 US-Dollar – investierten sie nicht in ihre Firma, sondern in:

  • Luxusfahrzeuge
  • Kryptowährungen
  • Designer-Mode und -Accessoires
  • Kosmetische Laser-Behandlungen zur Körperformung

Gleichzeitig zahlten sie ihre Rechnungen nicht. Den ahnungslosen Familien übergaben sie stattdessen gefälschte Urnen mit trockenem Beton anstelle der Asche ihrer Angehörigen.

Weitere Verfahren und ausstehende Urteile

Das staatliche Urteil ist nicht das einzige, das die Hallfords erwartet. Beide hatten sich bereits im Dezember schuldig bekannt zu:

  • 189 Fällen von Leichenschändung (auf Staatsebene).

Zudem wurden sie wegen Betrugs mit COVID-19-Hilfsgeldern auf Bundesebene verurteilt. Dabei hatten sie sich etwa 900.000 US-Dollar an staatlichen Hilfsgeldern für kleine Unternehmen erschlichen.

  • Jon Hallford erhielt dafür bereits 20 Jahre Bundeshaft (die Strafe wird voraussichtlich parallel zur neuen 40-Jahres-Strafe verbüßt).
  • Carie Hallfords Urteil in diesem Bundesverfahren sowie ihr Urteil für die Leichenschändung (bis zu 35 Jahre) stehen noch aus. Ihre Anhörung ist für den 24. April angesetzt.

Vor Gericht entschuldigte sich Jon Hallford halbherzig und räumte ein, er habe „so viele Chancen gehabt, alles zu stoppen“ – und es nicht getan. Die Blicke der Opferfamilien ließen keinen Zweifel daran, dass diese Worte zu spät kamen.

Der Fall zeigt in erschreckender Deutlichkeit, wie das Vertrauen in eine sensible Dienstleistung missbraucht und für persönliche Bereicherung – bis hin zu Spekulationen mit Kryptowährungen – instrumentalisiert werden kann. Für die hinterbliebenen Familien bleibt eine Wunde, die kein Urteil der Welt vollständig schließen kann.

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