geldwäsche

Chinesische Geldwäsche-Netzwerke waschen 20% aller illegalen

Eine Analyse von Chainalysis zeigt, dass kriminelle Netzwerke über Telegram operieren und jährlich Milliarden waschen. Stablecoins und Casinos in Südostasien spielen eine Schlüsselrolle.

Datum

3. Februar 2026

Chinesische Geldwäsche-Netzwerke waschen 20% aller illegalen

Key Takeaways:

  • Chinesische Geldwäsche-Netzwerke (CMLNs) wuschen 2025 etwa 16,1 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen.
  • Das entspricht rund einem Fünftel aller illegalen Krypto-Transaktionen des Jahres.
  • Die Netzwerke operieren primär über Telegram-Kanäle und dienen als Drehscheibe für Geldwäsche, Menschenhandel und Betrug.
  • Stablecoins und Casinos in Südostasien sind zentrale Werkzeuge und Standorte für die kriminellen Aktivitäten.

Telegram als Drehscheibe für kriminelle Geschäfte

Laut einem aktuellen Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens Chainalysis nutzen chinesische Geldwäsche-Netzwerke (CMLNs) Messenger-Dienste wie Telegram als ihre zentrale Operationsbasis. In den Kanälen und Chatgruppen werben sie offen ihre Dienste an – oft mit Bildern von Bargeldstapeln und vermeintlichen Kundenbewertungen, um Liquidität und Vertrauenswürdigkeit zu demonstrieren.

Diese Plattformen fungieren als Marketing-Hubs und informelle Treuhanddienste. Obwohl sie keine direkte Kontrolle über die Wallet-Schlüssel haben, sind sie als Vermittler für illegale Transaktionen unverzichtbar. Ihr Kundenstamm ist breit gefächert und reicht von klassischen organisierten Verbrecherbanden bis hin zu sanktionierten staatlichen Akteuren.

„Neben Geldwäsche faciliteren diese Kanäle auch andere kriminelle Aktivitäten wie Menschenhandel und den Verkauf von Starlink-Satellitenschüsseln für Betrugszentren“, erklärt Andrew Fierman, Leiter der National Security Intelligence bei Chainalysis.

Warum Kryptowährungen für Kriminelle so attraktiv sind

Die Anziehungskraft von Kryptowährungen für illegale Finanzströme liegt in einer einfachen Dreierformel:

  • Hohe Liquidität: Große Summen können schnell bewegt werden.
  • Einfache Nutzung: Transaktionen sind mit wenigen Klicks getätigt.
  • Relative Anonymität: Die Herkunft der Gelder lässt sich verschleiern.

Besonders Stablecoins wie Tether (USDT) oder USD Coin (USDC) sind bei Geldwäschern beliebt. Ihr stabiler Wert minimiert das Wechselkursrisiko während der Transaktion und macht die Abrechnung vorhersehbarer.

Südostasien: Das neue Epizentrum der Krypto-Kriminalität

Die strengen Anti-Geldwäsche-Gesetze und das komplette Handelsverbot für Kryptowährungen in China seit 2021 haben kriminelle Netzwerke in Länder mit schwächeren Regulierungen getrieben. Südostasien – insbesondere Kambodscha und Myanmar – ist zum neuen Zufluchtsort geworden.

Dort operieren sie oft aus großen Betrugs- und „Scam“-Zentren heraus. Ein weiterer klassischer Kanal zur Verschleierung illegaler Herkunft sind Casinos. Diese nutzen kriminelle Gruppen, um durch gefälschte Umsatzberichte „schmutziges“ Krypto-Geld in „sauberes“ Bargeld oder Buchgeld zu verwandeln.

  • Die UN-Behörde für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) stellte in einem Bericht von 2024 bereits Verbindungen zwischen Casinos in der Region und organisierter Kriminalität fest.
  • Die täglichen Geldwäsche-Volumina der CMLNs beliefen sich 2025 im Schnitt auf schätzungsweise 44 Millionen US-Dollar.

Ein endloses Katz-und-Maus-Spiel

Trotz internationaler Bemühungen, diese transnationalen Netzwerke zu zerschlagen, bleibt die Strafverfolgung eine enorme Herausforderung. Die Gründe sind vielfältig:

  • Raffinierte Operationsmethoden der Täter
  • Komplexe, grenzüberschreitende Ermittlungen
  • Potenzielle Korruption vor Ort

Die Netzwerke zeigen ein bemerkenswertes Anpassungsvermögen. Chainalysis geht davon aus, dass sie sich ständig weiterentwickeln und neue Wege finden werden, um ihre illegalen Geschäfte fortzuführen. Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Strafverfolgern und Krypto-Kriminellen ist noch lange nicht vorbei.

Top 5 Krypto

Powered by CoinGecko

DEX Scanner

Keine Ergebnisse. Versuchen Sie eine andere Suche.

Daten bereitgestellt von Dexscreener

Werbung