CME Group plant Futures für Cardano, Chainlink und Stellar
Der US-Derivate-Riese will sein reguliertes Krypto-Angebot im Februar 2026 ausbauen. Die neuen Futures könnten institutionelle und private Anleger gleichermaßen ansprechen.
Datum
16. Januar 2026

Key Takeaways:
- CME Group plant die Einführung regulierter Futures für Cardano (ADA), Chainlink (LINK) und Stellar (XLM) am 9. Februar 2026.
- Das Angebot umfasst sowohl Standard- als auch Micro-Futures, um auch kleinere Anleger anzusprechen.
- Der Schritt erweitert das CFTC-regulierte Derivateangebot des Börsenriesen über Bitcoin, Ether, XRP und Solana hinaus.
- Hintergrund ist die wachsende Nachfrage nach regulierten Krypto-Produkten in den USA.
CME erweitert sein Krypto-Derivate-Portfolio
Die in Chicago ansässige Terminbörse CME Group vertieft ihr Engagement im Altcoin-Bereich. Wie das Unternehmen am 15. Januar 2026 bekannt gab, sollen Futures-Kontrakte für die drei großen Altcoins nach regulatorischer Genehmigung durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) starten.
Dieser Schritt unterstreicht den anhaltenden Trend hin zu regulierten Krypto-Produkten auf dem US-Markt. Bisher umfasste das CFTC-regulierte Derivateangebot der CME vor allem Futures und Optionen auf Bitcoin (BTC), Ether (ETH), XRP und Solana (SOL).
„Digitale Vermögenswerte erreichen einen globalen Wendepunkt, da sie stärker in die Portfolios von Anlegern integriert werden“, kommentiert Martin Franchi, CEO der Handelsplattform NinjaTrader.
Details zu den neuen Futures-Kontrakten
CME plant ein zweistufiges Angebot für jeden der neuen Altcoins:
- Standard-Futures: Für institutionelle Anleger und größere Positionen.
- Micro-Futures: Kleinere Kontraktgrößen, die den Zugang für Privatanleger erleichtern sollen.
Die genauen Kontraktgrößen sind wie folgt geplant:
- Cardano (ADA): 10.000 bis 100.000 ADA
- Chainlink (LINK): 250 bis 5.000 LINK
- Stellar (XLM): 12.500 bis 250.000 XLM
Futures ermöglichen es Händlern, eine Preisposition einzunehmen oder Risiken abzusichern, ohne die zugrundeliegenden Token halten zu müssen. Die Einführung von Micro-Kontrakten deutet klar darauf hin, dass die Produkte auch für den Retail-Bereich attraktiv sein sollen.
Der US-Markt für Altcoin-Futures wächst langsam
Die Ankündigung der CME fällt in eine Zeit, in der der US-Terminmarkt für Kryptowährungen noch stark auf Bitcoin und Ether konzentriert ist. Die Expansion in andere digitale Vermögenswerte verläuft bisher langsam, gewinnt aber 2025 an Fahrt.
Neben der CME sind auch andere Player aktiv:
- Coinbase Derivatives Exchange bietet bereits CFTC-regulierte Futures für BTC und ETH an, zunächst für Institutionen, seit Mai 2025 auch in kleineren Größen für Privatanleger.
- Kraken startete im Juli 2025 eine US-Derivateplattform, über die Händler auf die Futures der CME zugreifen können.
- Bitnomial geht einen direkteren Weg und hat bereits im März 2025 regulierte XRP-Futures und im Januar 2026 die ersten regulierten Aptos (APT)-Futures in den USA lanciert.
Einordnung und Ausblick
Die geplante Listung ist ein weiterer Baustein in der zunehmenden Institutionalisierung des Kryptomarktes. Sie folgt auf die jüngste Zusammenarbeit von CME Group und der Nasdaq, deren gemeinsamer Krypto-Index nun auch ADA und LINK trackt.
Die Verfügbarkeit regulierter Futures für eine breitere Palette von Altcoins bietet institutionellen Investoren wichtige Werkzeuge für Risikomanagement und Exposure. Gleichzeitig signalisiert die Einführung von Micro-Kontrakten, dass die Nachfrage und das Interesse auch im Privatkundengeschäft steigen.
Die endgültige Listung am 9. Februar 2026 steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Freigabe. Sollte sie erfolgen, markiert sie einen bedeutenden Meilenstein für die Akzeptanz von Cardano, Chainlink und Stellar im traditionellen Finanzsystem.