Krypto-Betrug: Frau verliert 19.000 Dollar durch gefälschte
Eine Betroffene aus Florida wurde mit Inhaftierung bedroht und dazu gebracht, Bargeld über einen Bitcoin-Automaten zu überweisen. Der Fall ist Teil eines internationalen Millionen-Betrugsrings.
Datum
28. Januar 2026

Key Takeaways:
- Eine Frau aus Florida verlor über 19.000 Dollar an Betrüger, die sich per E-Mail als US-Regierung ausgaben.
- Die Täter drohten mit Inhaftierung und forderten die Zahlung über einen Bitcoin-Automaten.
- Der Fall ist mit einem internationalen Verbrechersyndikat verbunden, das für Betrug in Höhe von mindestens 23 Millionen Dollar verantwortlich ist.
- Experten warnen vor der zunehmenden Raffinesse solcher „Government Impersonation“-Scams.
Eine E-Mail, die die Welt zusammenbrechen ließ
Für Selina Adorno aus Daytona Beach, Florida, war es eine E-Mail, die Angst und Verzweiflung auslöste. Die Nachricht sah offiziell aus und behauptete, sie schulde der US-Regierung 250 Dollar. Was als vermeintlich kleine Forderung begann, entwickelte sich zu einem Albtraum, der sie ihre gesamten Ersparnisse kostete.
„Für manche Menschen sind 19.000 Dollar nicht viel. Für mich war das die Welt“, sagte Adorno.
Der Inhalt der Mail war eine direkte Drohung: Zahle nicht, und du wirst ins Gefängnis kommen, deine Konten werden eingefroren. Verängstigt rief sie die in der E-Mail angegebene Nummer an. Am anderen Ende der Leitung bestätigte eine autoritäre Stimme die Bedrohungslage und steigerte den Druck.
Die teure Falle am Bitcoin-Automaten
Der angebliche Regierungsbeamte überzeugte Adorno davon, dass der geschuldete Betrag viel höher sei. Er wies sie an, über 9.600 Dollar in bar abzuheben. Anschließend sollte sie zu einem Bitcoin-Automaten in einem örtlichen Geschäft gehen.
Dort scannte sie einen von den Betrügern bereitgestellten Kryptowährungs-QR-Code und begann, die Scheine in den Schlitz des Geräts zu stecken.
„Ich stand einfach da und warf Hunderter in diese Maschine, wie in einem Nebel“, beschrieb Adorno den Moment. Doch die Abzocke war noch nicht vorbei. Die Täter behaupteten, die erste Transaktion sei fehlgeschlagen, und überredeten sie, weitere 9.000 Dollar auf die gleiche Weise zu überweisen. Insgesamt verlor sie über 19.000 Dollar.
Teil eines internationalen Millionen-Betrugs
Adorno engagierte schließlich einen Anwalt, der den Fall der US-Behörde für Finanzkriminalität (FinCEN) vorlegte. Die Ermittlungen ergaben eine erschreckende Verbindung: Der Vorfall war mit einem internationalen Verbrechersyndikat verknüpft, das für Betrug in Höhe von mindestens 23 Millionen Dollar verantwortlich ist.
Die Betrüger nutzten ein komplexes System, um die Spuren zu verwischen:
- Das Geld wurde durch mehrere Bankensysteme geleitet.
- Zahlungsplattformen wurden als Zwischenstationen genutzt.
- Sogar ein chinesisches Casino diente als letzte Station, um die Herkunft des Geldes unauffindbar zu machen.
Experten warnen vor raffinierter Masche
Keith Givens, ein ehemaliger FBI-Agent und heutiger Betrugsexperte, bestätigt die Professionalität der Täter. „Sie entwickeln ständig neue Methoden, um das Geld zu verstecken, es hin- und herzuschieben und umzuleiten. Das macht es für Strafverfolgungsbehörden sehr schwer, nachzuvollziehen, welches Geld gestohlen wurde und wo es hingegangen ist“, so Givens.
Diese Art von Regierungs-Impersonations-Betrug ist laut Experten weit verbreitet und wird immer raffinierter. Die Täter nutzen Angst und Autoritätsgläubigkeit geschickt aus.
So schützen Sie sich vor Krypto-Betrug
Die Geschichte von Selina Adorno ist eine eindringliche Warnung. Behörden und Experten geben klare Ratschläge, wie man sich schützen kann:
- Keine offiziellen E-Mails zur Geldforderung: Echte US-Behörden fordern keine Zahlungen per E-Mail ein.
- Krypto als Alarmzeichen: Eine Aufforderung, per Kryptowährung, Überweisung, Payment-App oder Geschenkkarten zu zahlen, ist ein riesiges Warnsignal.
- Caller-ID nicht blind vertrauen: Die Nummer auf dem Display kann gefälscht sein („Spoofing“).
- Keine Daten preisgeben: Geben Sie niemals persönliche oder finanzielle Daten an jemanden weiter, der unaufgefordert anruft, schreibt oder mailt und sich als Regierungsmitarbeiter ausgibt.
- Eigeninitiative ergreifen: Wenn Sie unsicher sind, brechen Sie die Kommunikation ab. Suchen Sie die offizielle Telefonnummer der Behörde heraus und rufen Sie dort selbst an.
Selina Adorno hofft, dass ihre Geschichte andere warnt. „Sie versuchen einfach, dir Angst zu machen – und bei mir hat es funktioniert“, sagt sie. „Es ist ihnen egal, wer du bist, wie alt du bist oder wie lange du für das Geld gespart hast.“