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Krypto-Geldwäsche: Chinesische Netzwerke wuschen 2025 über 16

Eine neue Studie von Chainalysis enthüllt, wie kriminelle Netzwerke über Telegram Stablecoins und Casinos nutzen, um gigantische Summen zu waschen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt in Südostasien.

Datum

3. Februar 2026

Krypto-Geldwäsche: Chinesische Netzwerke wuschen 2025 über 16

Key Takeaways:

  • Chinesischsprachige Geldwäsche-Netzwerke (CMLNs) wuschen 2025 schätzungsweise 16,1 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen.
  • Das entspricht etwa einem Fünftel des gesamten illegalen Krypto-Ökosystems.
  • Die Netzwerke operieren primär über Telegram-Kanäle und nutzen Stablecoins wie USDT und USDC.
  • Südostasiatische Casinos und Betrugszentren in Kambodscha und Myanmar sind zentrale Drehscheiben.

Telegram als Drehscheibe für kriminelle Geschäfte

Laut dem aktuellen Bericht der Blockchain-Analysefirma Chainalysis dienen sogenannte „Guarantee“-Plattformen auf Telegram als zentrale Marketing-Hubs für Geldwäscher. In diesen Kanälen werben Anbieter offen mit Bildern von Bargeld-Bergen und Kundenbewertungen um ihr Geschäft. Sie fungieren als inoffizielle Treuhanddienste, die Käufer und Verkäufer zusammenbringen.

Andrew Fierman, Leiter der National Security Intelligence bei Chainalysis, betont, dass auf diesen Plattformen nicht nur Geldwäsche, sondern ein breites Spektrum illegaler Aktivitäten abgewickelt wird:

  • Menschenhandel
  • Verkauf von Starlink-Dishes für Betrugszentren
  • Geschäfte für organisierte Verbrechersyndikate bis hin zu sanktionierten Staaten

„Wir haben alles gesehen, von nordkoreanischem Geld und DPRK-bezogenen Hacks bis hin zu einer ganzen Reihe anderer illegaler Aktivitäten“, so Fierman gegenüber CNBC.

Warum Kriminelle auf Kryptowährungen setzen

Die Attraktivität von Kryptowährungen für kriminelle Akteure liegt laut Experten auf der Hand:

  • Hohe Liquidität und einfache Übertragbarkeit
  • Relative Anonymität im Vergleich zu traditionellen Finanzsystemen
  • Vermeidung von Kontosperrungen auf regulären Bankplattformen

Besonders Stablecoins wie USDT (Tether) und USDC (Circle) sind beliebt. Ihr stabiler Wert minimiert das Transaktionsrisiko im Vergleich zu volatileren Assets wie Bitcoin oder Ethereum.

„Wenn Sie in illegale Aktivitäten verwickelt sind, ist das Letzte, was Sie wollen, noch mehr Geld zu verlieren“, erklärt Fierman. „Sie müssen bereits für den Waschprozess bezahlen... da wollen Sie nicht auch noch eine schlechte Bitcoin-Woche haben und weitere 10% Ihres Geldes verlieren.“

Südostasien: Das Epizentrum der illegalen Finanzströme

Während die Netzwerke Mandarin als Hauptkommunikationssprache nutzen, stammen viele Transaktionen aus Regionen außerhalb Chinas. Kambodscha und Myanmar haben sich zu Hotspots entwickelt, wo organisierte Verbrechersyndikate aufwendige Betrugszentren („Scam Centers“) betreiben.

Mark Button, Professor für Kriminologie an der University of Portsmouth, erklärt, dass China selbst hart gegen solche Netzwerke vorgeht. Dies zwinge kriminelle Gruppen, in Länder mit schwächerer Gesetzgebung und korruptionsanfälligen Behörden auszuweichen.

Ein klassisches Mittel zur Geldwäsche sind dabei Casinos. Kriminelle Gruppen waschen illegale Erlöse, indem sie fiktive Umsätze in Spielbanken generieren. Ein UN-Bericht von 2024 identifiziert Südostasien seit mindestens 2022 als Drehscheibe für lizenzierte und unlizenzierte Casinos mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität.

Die Herausforderung für die Strafverfolgung

Die Bekämpfung dieser transnationalen Netzwerke stellt die Behörden vor immense Herausforderungen. Die Strukturen sind hochprofessionell und gut finanziert.

„Das sind sehr große, gut ausgestattete Organisationen. Das ist nicht wie ein paar Kriminelle, die aus einem Hinterzimmer operieren“, stellt Professor Button klar.

Chainalysis schätzt, dass diese Netzwerke 2025 umgerechnet 44 Millionen Dollar pro Tag gewaschen haben. Trotz internationaler Bemühungen, den illegalen Handel einzudämmen, rechnet Fierman damit, dass viele Netzwerke weiterhin der Erfassung entgehen werden: „So operieren illegale Akteure. Sie entwickeln sich weiter, und sobald eine Methode entdeckt wird, wechseln sie zu einer anderen.“

Die Exekution von elf Mitgliedern eines Myanmar-basierten Betrugssyndikats durch China in dieser Woche unterstreicht die Härte des Vorgehens – und gleichzeitig die anhaltende globale Dimension des Problems.

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