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PC-Hardware-Krise: Gebrauchtmarkt wird zur Rettung für Gamer

Explodierende Preise für RAM, SSDs und Grafikkarten zwingen PC-Bauer in den Gebrauchtmarkt. Wir zeigen, wo die größten Einsparungen liegen und welche Teile fast risikofrei sind.

Datum

27. Januar 2026

PC-Hardware-Krise: Gebrauchtmarkt wird zur Rettung für Gamer

Key Takeaways:

  • RAM-Preise haben sich vervierfacht, gebrauchter Arbeitsspeicher ist eine fast risikofreie Alternative.
  • SSD-Kosten haben sich verdoppelt, auch hier lohnt der Blick auf den Second-Hand-Markt.
  • Grafikkarten der Oberklasse sind unerreichbar teuer, Vorgängermodelle bieten enormes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • AM4-Plattform mit DDR4-RAM und Ryzen-5000-CPUs ist dank Gebrauchtmarkt wieder die beste Budget-Wahl.

Es braucht kein Genie, um die aktuelle Lage zu erkennen: Der PC-Hardware-Markt steckt in einer massiven Krise – zumindest für Privatanwender und Gamer. Während die Nachfrage der KI-Industrie bedient wird, bleiben für den Endverbraucher nur die überteuerten Reste. Die Preisspirale begann bei RAM, griff auf SSDs über und erfasst nun auch Grafikkarten. Wer 2026 einen Upgrade plant, muss sich wohl noch zwei Jahre gedulden. Die einzige realistische Lösung für dringende Upgrades ist der Gebrauchtmarkt.

RAM: Gebraucht fast risikofrei

Viele hatten den Umstieg auf AM5 und DDR5-RAM für 2026 geplant. Doch die Preisexplosion machte diesen Ambitionen ein jähes Ende. Ein 32-GB-Kit DDR5-6000, das noch vor kurzem unter 100 US-Dollar kostete, schlägt nun mit 300 bis 400 US-Dollar zu Buche – der Preis einer soliden Grafikkarte.

  • Geringes Ausfallrisiko: Gebrauchter Arbeitsspeicher hat ein sehr geringes Risiko, fehlerhaft zu sein. Der Kauf bei seriösen Verkäufern auf Plattformen wie eBay ist sicher.
  • Auch DDR4 betroffen: Selbst der ältere DDR4-Standard ist von der DRAM-Knappheit nicht verschont geblieben und kostet bis zum Vierfachen des Normalpreises.
  • Fazit: Wer nicht bereit ist, absurde Aufschläge für Standardkomponenten zu zahlen, für den ist der Gebrauchtmarkt bei RAM die einzig vernünftige Option.

SSDs & Festplatten: Vergesst günstigen Speicher

Die Knappheit an DRAM-Chips trifft nicht nur den RAM, sondern auch SSDs, da das gleiche Silizium verwendet wird. Beliebte Modelle haben sich in den letzten Monaten preislich verdoppelt.

Während Festplatten (HDDs) weniger betroffen sind, sind auch hier die Preise im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen – besonders bei High-Capacity-Modellen für NAS-Systeme.

Viele scheuen den Kauf gebrauchter Speichermedien aufgrund begrenzter Lebensdauer. Mit diesen Tipps minimieren Sie das Risiko:

  • Kaufen Sie nur bei bekannten, vertrauenswürdigen Verkäufern.
  • Holen Sie so viele Informationen wie möglich über die Laufwerkshistorie ein.
  • Setzen Sie auf Modelle mit robuster Ausdauer (TBW).
  • Erwägen Sie gebrauchte Enterprise-SSDs mit hochwertigen Interna und hohen TBW-Werten. Ein günstiger Adapter macht sie PC-tauglich.

Grafikkarten: High-End unbezahlbar, Vorgänger glänzen

Grafikkarten waren schon vor der aktuellen Krise Luxusgüter. Jetzt verschärfen KI-Nachfrage und DRAM-Knappheit die Situation weiter. Modelle mit großem VRAM sind am stärksten betroffen. NVIDIA hat die Produktion von Consumer-GPUs zugunsten von Enterprise-Modellen sogar deutlich gedrosselt.

Die Preisschilder sprechen Bände:

  • RTX 5080: 1.400 – 1.800 US-Dollar (Grundmodell)
  • RTX 5070 Ti: übertrifft bereits den UVP der RTX 5080
  • RX 9070 XT: nähert sich der 800-US-Dollar-Marke

Die Rettung heißt: Vorgängergenerationen. Die Leistungssprünge zwischen den Generationen waren zuletzt ohnehin moderat.

  • Eine gebrauchte RX 7900 XT (ca. 450 US-Dollar) ist nur etwa 10 % langsamer als eine RTX 5070 Ti.
  • Eine RTX 3080 (150–200 US-Dollar) oder RX 7800 XT (ca. 350 US-Dollar) sind exzellente Alternativen zur RTX 5060 Ti 16GB, die aktuell bei 750 US-Dollar liegt.

Der Kauf gebrauchter GPUs ist heute weniger riskant, da das Krypto-Mining kaum noch eine Rolle spielt. Nutzen Sie zudem die Käuferschutzfrist bei eBay für Stresstests.

CPUs: AM4 lebt im Gebrauchtmarkt wieder auf

Die neuesten CPUs kosten zwar in etwa wie im Vorjahr, doch wer teuren DDR5-RAM umgehen will, landet automatisch bei der AM4-Plattform. Sie ist dank des Gebrauchtmarkts wieder die beste Wahl für Budget-Gaming.

Ein komplettes System mit Ryzen-5000-CPU, B550-Mainboard und 32 GB DDR4-RAM ist auf dem Second-Hand-Markt überraschend günstig zusammenzustellen:

  • Ryzen 7 5700X3D: ca. 100 US-Dollar
  • 32 GB DDR4-3600 RAM: ca. 30 US-Dollar

Der Leistungsunterschied in Spielen zwischen einem Ryzen 7 5700X3D und einem Ryzen-5-7600X/9600X-System ist vernachlässigbar. Sie erhalten also nahezu AM5-Performance zu AM4-Preisen.

Fazit: Das Zeitfenster für günstige Gebraucht-PCs nutzen

Der Gebrauchtmarkt hat sich den exorbitanten Neupreisen noch nicht vollständig angepasst. Wir leben möglicherweise in einem kurzen Zeitfenster, in dem sich mit gebrauchten Teilen noch ein leistungsstarker Gaming-PC zu einem fairen Preis bauen lässt.

  • Grafikkarten der Vor-Generation
  • DDR4-RAM
  • AM4-CPUs
  • Gen4-SSDs

All diese Komponenten sind auf Plattformen wie eBay zu attraktiven Preisen zu haben. Wer die aktuelle Hardware-Krise überstehen will, für den ist ein kosteneffizienter PC aus gebrauchten Teilen eine der klügsten Strategien. Handeln Sie, solange das Angebot noch gut ist.

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