UK-Behörde verbietet Coinbase-Werbung als 'unverantwortlich'
Die britische Werbeaufsicht ASA hat eine Kampagne des Krypto-Börsenriesen untersagt. Die Botschaft, Krypto sei eine Lösung für die Lebenshaltungskosten, verharmlose die Risiken.
Datum
30. Januar 2026

Die wichtigsten Punkte:
- Die britische Advertising Standards Authority (ASA) hat eine Werbekampagne von Coinbase verboten.
- Die Behörde urteilte, die Anzeigen seien „unverantwortlich“, da sie Kryptowährungen als Lösung für die aktuelle Kostenkrise darstellten.
- Coinbase wird von Ex-Finanzminister George Osborne beraten. Die ASA kritisierte, dass die Kampagne die Risiken von Krypto-Investments verharmloste.
Die britische Werbeaufsicht hat der Kryptobörse Coinbase einen Rüffel erteilt. In einer aktuellen Entscheidung untersagte die Advertising Standards Authority (ASA) Teile einer Werbekampagne des Unternehmens. Der Vorwurf: Die Botschaften seien sozial unverantwortlich.
Worum ging es in der verbotenen Werbung?
Die beanstandeten Anzeigen suggerierten laut ASA, dass Investitionen in Kryptowährungen eine praktikable Antwort auf die steigenden Lebenshaltungskosten sein könnten. Die Behörde kam zu dem Schluss, dass diese Darstellung die erheblichen Risiken von Krypto-Investments trivialisiere und Verbraucher in die Irre führen könne.
Die ASA sagt, das von George Osborne beratene Unternehmen habe „die Risiken von Kryptowährungen verharmlost“.
Für die Kryptobranche ist dies ein weiterer Hinweis auf das strengere regulatorische Umfeld in Großbritannien. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Aufsichtsbehörden weltweit verstärkt auf Verbraucherschutz im volatilem Krypto-Markt achten.
Was bedeutet das für Coinbase und die Branche?
Das Verbot ist vor allem ein reputationsschädigender Schlag für Coinbase, das sich im UK-Markt etablieren will. Es zeigt:
- Scharfe Aufsicht: Die ASA nimmt ihre Rolle als Verbraucherschützer ernst und geht gegen als irreführend empfundene Finanzwerbung vor.
- Klare Grenzen: Die Botschaft, Krypto sei ein einfacher Weg aus finanziellen Problemen, wird nicht toleriert.
- Wachsende Skepsis: Regulierer betrachten Werbeversprechen in der Krypto-Branche mit zunehmender Skepsis.
Für andere Krypto-Unternehmen dient der Fall als Warnung: Werbebotschaften müssen die Risiken klar kommunizieren und dürfen keine unrealistischen Erwartungen wecken. Der Fokus der Aufseher liegt eindeutig auf Transparenz und dem Schutz vor überzogenen Versprechungen.
Die Entscheidung unterstreicht den anhaltenden Spagat der Krypto-Industrie zwischen massentauglicher Werbung und der komplexen, risikobehafteten Realität der digitalen Assets.