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US-Behörden beschlagnahmen Krypto-Konten in Waffenschmuggel-Fall

Im Kampf gegen illegale Maschinengewehr-Umrüstungen aus China haben US-Ermittler Websites und Kryptowallets beschlagnahmt. Die Operation konfiszierte tausende Waffen und Munition.

Datum

14. Januar 2026

US-Behörden beschlagnahmen Krypto-Konten in Waffenschmuggel-Fall

Key Takeaways:

  • US-Behörden beschlagnahmten zwei Internet-Domains und zwei Kryptowährungs-Konten, die mit einem mutmaßlichen Waffenschmuggel aus China verbunden sind.
  • Die Operation konfiszierte über 3.000 illegale Maschinengewehr-Umrüstungen (sog. 'Switches'), 282 Schusswaffen, 124 Schalldämpfer und mehr als 12.000 Schuss Munition.
  • Die Verdächtigen nutzten Krypto-Zahlungen und verschleierten den Transport per Luftfracht in die USA.

Operation zerschlägt Netzwerk für illegale Waffenteile

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben einen weiteren Schlag gegen den illegalen Waffenhandel geführt. Im Fokus stand diesmal der Schmuggel sogenannter Maschinengewehr-Umrüstungen (MCDs) aus China. Diese auch als 'Switches' oder 'Sears' bekannten Bauteile können halbautomatische Pistolen in vollautomatische Maschinenpistolen verwandeln – ihr Besitz und Import ist in den USA streng verboten.

Die Ermittler aus Boston beschlagnahmten im Zuge der Untersuchung zwei Internet-Domains, die zum Verkauf dieser Geräte genutzt wurden, sowie zwei damit verbundene Kryptowährungs-Konten. Die Domains wurden auch für den Vertrieb von gefälschten Waren und die unrechtmäßige Nutzung der Glock-Marke genutzt, obwohl Glock selbst niemals solche Umrüstteile herstellt.

Krypto als Zahlungsmittel und verschleierter Transport

Die Ermittlungen zeigten ein ausgeklügeltes System zur Verschleierung auf. Unter anderem bestätigten die Behörden:

  • Verkäufer nutzten die beschlagnahmten Kryptowallets, um Zahlungen für die illegalen Waffenteile abzuwickeln.
  • Die Ware wurde in Luftfrachtsendungen aus China in von den Behörden kontrollierte Postfächer in den USA geschmuggelt.
  • Die Umrüstungen wurden zusammen mit anderen Waren verpackt und nicht korrekt beim US-Zoll deklariert.

„Um den mutmaßlich illegalen Import zu verschleiern, wurden die Schmuggelwaren aus den Domains angeblich in Luftfrachtsendungen aus China in von der Regierung kontrollierte Postfächer in den Vereinigten Staaten geschmuggelt“, schrieb die US-Staatsanwaltschaft in Massachusetts.

Bilanz einer großangelegten Strafverfolgungsaktion

Die Beschlagnahmen sind Teil einer breiter angelegten Operation des Bezirks Massachusetts gegen Händler von Maschinengewehr-Umrüstungen. Die bisherige Bilanz dieser Bemühungen ist beachtlich:

  • Beschlagnahme von etwa 360 Internet-Domains.
  • Sicherstellung von mehr als 3.000 Umrüstungsgeräten.
  • Konfiszierung von 282 Schusswaffen, 124 Schalldämpfern und über 12.000 Schuss Munition.
  • Etwa 125 Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Die Behörden betonen, dass sie in den letzten Jahren gezielt Websites, Unternehmen und Einzelpersonen ins Visier genommen haben, die diese illegalen Geräte verkaufen, importieren oder exportieren. Die Nutzung von Kryptowährungen als anonymes Zahlungsmittel stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, die die Ermittler jedoch zunehmend meistern.

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