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US-Senat: Krypto-Regulierungsgesetz scheitert an

Ein wichtiger Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptomärkten wurde im Agrarausschuss nur mit Stimmen der Republikaner angenommen. Ohne demokratische Unterstützung hat er kaum Chancen im gesamten Senat.

Datum

30. Januar 2026

US-Senat: Krypto-Regulierungsgesetz scheitert an

Key Takeaways:

  • Ein Gesetzentwurf zur Regulierung von Kryptomärkten wurde im US-Senatsausschuss nur entlang der Parteilinien verabschiedet.
  • Ohne Unterstützung von Demokraten fehlt die nötige Mehrheit für eine Verabschiedung im gesamten Senat.
  • Die Kryptoindustrie hofft weiter auf regulatorische Klarheit und hat massiv in Wahlkampfspenden investiert.

Gesetzentwurf stockt im Senat

Der US-Senatsausschuss für Landwirtschaft hat einen bedeutenden Gesetzentwurf zur Schaffung eines bundesweiten Regulierungsrahmens für Kryptowährungen verabschiedet. Die Abstimmung verlief jedoch rein parteipolitisch: Alle demokratischen Mitglieder des Ausschusses stimmten dagegen. Dies ist ein klares Signal, dass dem Gesetz im Plenum des Senats die notwendige breite Unterstützung fehlen könnte.

Der Entwurf, bekannt als „Crypto Market Structure Bill“, würde der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Aufsicht über Krypto-Spotmärkte übertragen. Zudem würden Regeln für digitale Warenbörsen, Broker und Händler geschaffen. Für die Kryptoindustrie ist dieses Gesetz von existenzieller Bedeutung, da es lang ersehnte rechtliche Klarheit bringen würde.

Demokratische Bedenken blockieren Fortschritt

Um im gesamten Senat zu passieren und letztlich Präsident Donald Trump zur Unterschrift vorgelegt zu werden, bräuchte der Entwurf die Unterstützung von mindestens sieben Demokraten. Genau daran scheitert es aktuell.

Einige demokratische Senatoren kritisieren, dass der Entwurf keine Bestimmungen enthalte, um zu verhindern, dass politische Amtsträger von Kryptogeschäften profitieren. Senator Cory Booker, ranghöchster Demokrat im Agrarausschuss, bemängelte zudem fehlende Regelungen für den Bereich Dezentralisierte Finanzen (DeFi).

„Wir sind fast in der Red Zone bei diesem Gesetz, und das frustriert mich, weil ich einen bipartisamen Weg sehe, dieses Flugzeug zu landen, um in die Endzone durchzubrechen“, so Booker mit einer Football-Analogie vor der Abstimmung.

Paralleler Gesetzentwurf zu Stablecoins

Während der Agrarausschuss seinen Teil vorantrieb, liegt ein begleitender Gesetzentwurf im Bankenausschuss des Senats auf Eis. Dort tobt ein erbitterter Lobbykampf zwischen Banken und Kryptofirmen über eine Schlüsselfrage:

  • Sollten Kryptounternehmen erlaubt sein, Zinsen auf stablecoins – also an den US-Dollar gekoppelte Token – zu zahlen?

Das Weiße Haus will am kommenden Montag Vertreter der Banken- und Kryptoindustrie zu einem Gespräch über einen Weg nach vorn einladen.

Die Industrie wartet auf Klarheit

Die Krypto-Branche hat massiv in die Wahlen 2024 investiert, um pro-krypto-freundliche Kandidaten zu fördern und dieses wegweisende Gesetz auf den Weg zu bringen. Das Repräsentantenhaus hatte seine Version des Gesetzes bereits im Juli verabschiedet.

Die aktuelle Blockade im Senat bedeutet jedoch:

  • Weitere Unsicherheit für Unternehmen, die in den USA operieren wollen.
  • Ein Rückschlag für die Bemühungen, klare Spielregeln für den wachsenden Kryptomarkt zu etablieren.
  • Die Fortsetzung eines fragmentierten regulatorischen Ansatzes, bei dem verschiedene Behörden um Zuständigkeiten konkurrieren.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob ein Kompromiss gefunden werden kann oder ob die US-Kryptoregulierung vorerst in der politischen Sackgasse stecken bleibt.

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