US-Senator wirft Trump Krypto-Korruption vor
Demokrat Chris Murphy beschuldigt den ehemaligen Präsidenten, im Austausch für eine 2-Milliarden-Dollar-Investition in sein Krypto-Projekt Geheimnisse verraten zu haben.
Datum
12. Januar 2026
Key Takeaways:
- US-Senator Chris Murphy (Demokrat) wirft Ex-Präsident Donald Trump schwere Korruption vor.
- Die Vorwürfe beinhalten den Handel mit nationalen Sicherheitsgeheimnissen im Austausch für eine 2-Milliarden-Dollar-Investition in Trumps Kryptowährung.
- Murphy spricht von "nuklearen" Vergehen und sieht zehnmal mehr anklagbare Straftaten als in Trumps erster Amtszeit.
Schwere Vorwürfe in TV-Interview
In der politischen Talkshow "Meet the Press" auf NBC hat der demokratische Senator Chris Murphy aus Connecticut schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump erhoben. Murphy, der im Falle eines Amtsenthebungsverfahrens als Juror fungieren würde, sprach von einem beispiellosen Ausmaß an Korruption.
"Ich weiß, dass dieser Präsident in seiner zweiten Amtszeit zehnmal mehr anklagbare Straftaten begangen hat, als in seiner ersten", so Murphy wörtlich gegenüber Moderatorin Kristen Welker.
Kryptowährung im Zentrum der Korruptionsvorwürfe
Die konkreten Anschuldigungen sind brisant und haben einen direkten Bezug zur Kryptowährungsbranche. Senator Murphy führte aus:
- Trump habe nationale Sicherheitsgeheimnisse an eine ausländische Nation weitergegeben.
- Im Gegenzug habe er eine Investition in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar in seine Kryptowährung erhalten.
- Murphy bezeichnete diesen Vorgang als "wild korrupt".
Zusätzlich kritisierte Murphy den Gebrauch eines privaten Luxusjets aus Katar, was ebenfalls als Teil eines korrupten Systems dargestellt wurde. Die Vorwürfe stellen eine direkte Verbindung zwischen geopolitischer Einflussnahme und persönlicher finanzieller Bereicherung im Krypto-Sektor her.
Politische Einordnung und mögliche Konsequenzen
Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der über ein mögliches Impeachment-Verfahren gegen Trump spekuliert wird. Die ehemalige Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hatte zuvor geäußert, Trump habe eine solche Schwelle noch nicht überschritten.
Murphy widersprach dieser Einschätzung indirekt, indem er das Ausmaß der Vorwürfe betonte:
- Er verwies auf seine Rolle als potenzieller Juror und vermied eine direkte Empfehlung für ein Impeachment.
- Gleichzeitig stellte er klar, dass das Ausmaß der angeblichen Illegalität "nuklearen Grades" sei.
- Die Entscheidung liege letztlich beim Repräsentantenhaus.
Die Anschuldigungen unterstreichen, wie sehr Kryptowährungen und große Finanzströme inzwischen im Zentrum politischer Korruptionsvorwürfe stehen können. Der Fall zeigt die potenziellen Risiken auf, wenn politische Macht und persönliche Finanzinteressen in neuartigen Anlageklassen wie Krypto aufeinandertreffen.
Für die Kryptobranche sind derartige Vorwürfe auf höchster politischer Ebene eine Herausforderung, da sie das Narrativ von Dezentralisierung und Transparenz konterkarieren und regulatorische Schärfe befördern könnten.