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Bitcoin stagniert: Warum die Rallye an Momentum verliert

Der Bitcoin-Kurs bewegt sich seit Tagen in einer engen Range. Neue Daten zeigen: Makroökonomische Bedingungen und nachlassende Käuferkraft könnten den Aufwärtstrend bremsen.

Datum

12. Januar 2026

Bitcoin stagniert: Warum die Rallye an Momentum verliert

Bitcoin verharrt in einer engen Range zwischen 90.000 und 93.000 US-Dollar. Die wöchentlichen Nettozuflüsse in den Spotmarkt sind auf ein Sechswochen-Tief gefallen, während institutionelle Investoren plötzlich verkaufen. Gleichzeitig deutet ein makroökonomischer Indikator nur auf eine leichte Entspannung der Finanzierungsbedingungen hin. Ist die Rallye am Ende?

Makroökonomischer Rückenwind bleibt schwach

Ein zentraler Faktor für die jüngste Stagnation könnte der Financial Conditions Index (FCI) sein. Dieser Index misst, wie „locker“ oder „straff“ die Finanzierungsbedingungen in der traditionellen Wirtschaft sind – ein entscheidender Treiber für Risikoassets wie Bitcoin.

  • Historische Korrelation: Positive FCI-Werte (straffe Bedingungen) korrelieren oft mit schwächeren Bitcoin-Performances. Negative Werte (lockere Bedingungen) stützen hingegen bullische Phasen.
  • Aktuelle Lage: Der FCI befindet sich derzeit knapp im negativen Bereich. Das deutet auf eine leichte makroökonomische Entspannung hin, ist aber bei weitem nicht so tief negativ, wie es für einen starken Preisanstieg nötig wäre.

Ein nur leicht negativer FCI bedeutet: Es fehlt der kräftige makroökonomische Rückenwind, der in der Vergangenheit große Rallyes befeuert hat.

Investoren zeigen Ermüdungserscheinungen

Die Vorsicht der Makro-Daten spiegelt sich im Verhalten der Marktteilnehmer wider. Die Kauflust lässt merklich nach.

Spotmarkt: Zuflüsse brechen ein

Die Nettozuflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs und ähnliche Produkte sind in der vergangenen Woche auf nur noch 282 Millionen US-Dollar gesunken – der niedrigste Wert seit sechs Wochen. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass:

  • Die nachhaltige Kauflust der letzten Wochen an ein vorläufiges Ende kommt.
  • Investoren konservativer werden und auf eine klarere Richtung warten.

Institutionen: Von Kauf zu Verkauf gewechselt

Noch deutlicher ist der Stimmungsumschwung bei institutionellen Investoren. Nach einem starken Start ins Jahr mit Käufen im Wert von 458 Millionen US-Dollar in der ersten Januarwoche, haben sie in der Berichtswoche allein 681 Millionen US-Dollar an Bitcoin verkauft.

Dieser Wechsel von der Akkumulation zur Distribution ist ein klassisches Zeichen für nachlassende kurzfristige Überzeugung und ein sinkendes Risikoappetit.

Langfristige Halter als stabilisierende Säule

Inmitten dieser Unsicherheit agieren Long-Term-Holder (LTH) als beruhigender Faktor. Der Binary Coin Days Destroyed (CDD) Indikator steht bei null. Das bedeutet:

  • Langfristige Investoren, die ihre BTC seit Monaten oder Jahren halten, bewegen ihre Coins nicht in nennenswertem Umfang.
  • Historisch gesehen sind steigende CDD-Werte ein Vorbote erhöhter Volatilität, da sie Verkäufe der „starken Hände“ signalisieren.

Ihre aktuelle Passivität verhindert wahrscheinlich einen tieferen Fall unter die kritische 90.000-Dollar-Marke und stabilisiert den Markt.

Fazit: Konsolidierung statt Zusammenbruch

Die aktuellen Daten malen das Bild einer konsolidierenden, aber nicht kollabierenden Bitcoin-Rallye.

  • Die makroökonomischen Bedingungen sind leicht unterstützend, aber nicht stark genug für den nächsten großen Schub.
  • Kurz- und mittelfristige Investoren zeigen Ermüdung und nehmen Gewinne mit oder pausieren ihre Käufe.
  • Die fundamentale Basis bleibt intakt, gestützt durch die Ruhe der langfristigen Halter.

Der Markt befindet sich in einer Phase der Neubewertung und Atempause. Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend über die 93.000-Dollar-Marke hinaus bräuchte es entweder eine deutliche Verbesserung der makroökonomischen Lage (ein tieferer FCI) oder einen neuen, kraftvollen institutionellen Kaufimpuls.

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