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Bitcoin stürzt um 6,5% ab: Fed-Sorgen drücken Kurs unter 79.000

Eine erwartete Führungswechsel bei der US-Notenbank und die Angst vor schwindender Liquidität lösen eine Verkaufswelle aus. Analysten warnen vor weiterem Druck auf die Kryptomärkte.

Datum

2. Februar 2026

Bitcoin stürzt um 6,5% ab: Fed-Sorgen drücken Kurs unter 79.000

Key Takeaways:

  • Bitcoin verlor am Samstag über 6,5% und fiel auf rund 78.700 US-Dollar.
  • Auslöser sind Sorgen um schwindende Marktliquidität nach einem erwarteten Führungswechsel bei der US-Notenbank (Fed).
  • Der Kandidat Kevin Warsh steht für eine Verkleinerung der Fed-Bilanz, was historisch Kryptomärkte unter Druck setzte.
  • Der nächste Kursverlauf hängt von politischen Signalen, der Liquiditätsentwicklung und der Risikobereitschaft der Anleger ab.

Liquiditätsängste lösen Bitcoin-Rutsch aus

Der Kurs von Bitcoin ist am Samstag um 6,53% eingebrochen und notierte zeitweise bei 78.719,63 US-Dollar. Damit setzte die größte Kryptowährung die Verluste vom Freitag fort, an dem sie mit rund 81.100 US-Dollar den tiefsten Stand seit dem 21. November erreicht hatte. Der breitere Kryptomarkt zog nach: Ether verlor sogar 11,76% und fiel auf 2.387,77 US-Dollar.

Hinter dem plötzlichen Absturz steht keine einzelne Nachricht, sondern eine wachsende Besorgnis über die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank (Fed). Spekulationen über einen Führungswechsel an der Spitze der Fed haben die Märkte in Alarmbereitschaft versetzt.

Die Fed im Fokus: Warum Krypto auf Liquidität angewiesen ist

Der zentrale Auslöser der aktuellen Nervosität ist die mögliche Ernennung von Kevin Warsh zum nächsten Fed-Vorsitzenden. Warsh gilt als Befürworter einer strafferen Geldpolitik und hat sich in der Vergangenheit für eine Verkleinerung der gigantischen Fed-Bilanz ausgesprochen.

Für Kryptomärkte ist das eine schlechte Nachricht. Bitcoin und andere digitale Assets profitierten in der Vergangenheit stark von der hohen Liquidität, die durch die expansive Geldpolitik der Fed in das Finanzsystem gespült wurde.

Die Logik ist einfach:

  • Hohe Liquidität: Billiges Geld sucht Rendite und fließt in risikoreichere Anlagen wie Kryptowährungen.
  • Geringere Liquidität: Das Geld wird knapper, die Risikobereitschaft sinkt, und Anleger ziehen sich aus volatilen Märkten zurück.

Die Stärkung des US-Dollars nach den Fed-Gerüchten verstärkte den Abwärtsdruck zusätzlich, da ein starker Dollar für viele internationale Anleger Krypto-Investments verteuert.

Marktanalyse: Steht Bitcoin vor einem weiteren Einbruch?

Der Kurs bewegt sich aktuell an einem kritischen Unterstützungsniveau um die 78.700-US-Dollar-Marke. Ein nachhaltiger Durchbruch nach unten könnte weitere Verkaufswellen auslösen und den Weg für tiefere Kurse ebnen.

Brian Jacobsen, Chefvolkswirt der Annex Wealth Management, warnt vor einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale: „Preisbewegungen können Verkaufsverhalten verstärken. Der scharfe Rückgang am Freitag erinnerte die Händler an das Risiko.“ Er hält weitere Verkäufe in den kommenden Tagen für möglich.

Was Anleger jetzt beachten sollten

Die weitere Entwicklung hängt von drei Faktoren ab:

  1. Fed-Politik: Klare Signale zur künftigen Liquiditätsversorgung.
  2. Marktstimmung: Die allgemeine Risikobereitschaft der Investoren.
  3. Technische Ebene: Die Verteidigung der aktuellen Unterstützungszone.

Langfristige Anleger sollten in dieser volatilen Phase auf die Fundamentaldaten setzen und sich nicht von kurzfristigen Schwankungen aus der Ruhe bringen lassen. Kurzfristige Trader müssen die genannten Signale und die Schlüsselmarke von 78.700 US-Dollar genau im Blick behalten. Die nächsten Tage werden zeigen, ob Bitcoin hier stabilisieren kann oder ob die Talfahrt weitergeht.

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