Bitcoin-Z-Score warnt: Der große Abverkauf ist noch nicht vorbei
Eine historisch extreme Kennzahl deutet auf anhaltenden Verkaufsdruck hin. Analysten sehen keine schnelle Erholung, während auch große Investoren nervös werden.
Datum
14. Februar 2026

Key Takeaways:
- Der Bitcoin Z-Score zeigt eine historisch extreme Abweichung von -3σ, was auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutet.
- On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass die Marktschwäche noch eine Weile anhalten könnte, bevor eine nachhaltige Erholung einsetzt.
- Große Investoren („Whales“) zeigen Nervosität und erhöhte Einzahlungen auf Börsen, was typischerweise auf Verkaufsabsichten hindeutet.
Bitcoin-Metrik signalisiert anhaltenden Abwärtsdruck
Nach dem scharfen Rücksetzer des Bitcoin-Kurses fragen sich viele Anleger, ob der Bullenmarkt bereits beendet ist. Die Antwort könnte in einer speziellen Kennzahl liegen: dem Bitcoin Z-Score. Diese Metrik, die von Analysten wie On-Chain Mind beobachtet wird, deutet darauf hin, dass der aktuelle Abschwung noch nicht sein Ende gefunden hat.
Der Z-Score misst, wie weit der aktuelle Preis vom historischen Durchschnitt abweicht. Aktuell hat Bitcoin eine Abwischung von -3 Standardabweichungen (-3σ) erreicht, die auf dem Niveau von etwa 60.000 US-Dollar liegt. Diese Abweichung ist die extremste in der gesamten Bitcoin-Geschichte.
Ein weiterer schwerer Einbruch unter dieses Niveau wäre historisch beispiellos, so die Analyse.
Die Daten legen nahe, dass der negative, zähe Seitwärtshandel noch eine Weile andauern könnte. Interessanterweise entstehen finale Bodenbildungen oft durch solche monotonen, zähen Kompressionsphasen und nicht durch weitere vertikale Abstürze.
On-Chain-Gesundheit bleibt angeschlagen
Ein Blick auf die allgemeine On-Chain-Gesundheit des Marktes bestätigt das düstere Bild. Der Analyst Darkfost von CryptoQuant nutzt den Bull Score Signals-Indikator, der verschiedene Schlüsselelemente wie Nachfrage und Liquidität bewertet.
Die aktuelle Lage ist hier eindeutig:
- Die Mehrheit der Signale steht weiterhin auf „Rot“.
- Dies deutet darauf hin, dass sich die Marktumgebung noch nicht verbessert hat.
- Solange dies der Fall ist, wird es für Bitcoin extrem schwierig sein, kurzfristig neue Allzeithochs zu erreichen.
Die Botschaft der Daten ist klar: Die fundamentale Erholung braucht Zeit.
Große Investoren zeigen Nervosität
Der Kursrutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar hat auch bei den großen Marktteilnehmern, den sogenannten Whales, für Unruhe gesorgt. Entgegen der landläufigen Meinung agieren diese nicht immer als geduldige „Smart Money“-Investoren.
Bei starken Marktschocks reagieren auch sie – entweder opportunistisch oder unter Druck. On-Chain-Daten zeigen ein deutliches Muster:
- Die monatlichen Einzahlungen von Whales auf die Börse Binance sind gestiegen.
- Sie stiegen von etwa 1.000 BTC auf fast 3.000 BTC an.
- Am 6. Februar gab es einen deutlichen Ausreißer mit Einzahlungen von rund 12.000 BTC.
Seit dem 1. Februar wurden von dieser Investorengruppe insgesamt über 50.000 BTC an Börsen eingezahlt. Solche Bewegungen deuten typischerweise auf erhöhten Verkaufsdruck hin, besonders in einem Umfeld mit insgesamt knapper werdender Marktliquidität.
Diese Aktionen der großen Player sind ein wichtiger Indikator, da sie die Preisdynamik abrupt beeinflussen können. Sie zeigen die Kräfte auf, die den Markt derzeit formen.
Fazit: Geduld ist gefragt
Zusammengefasst senden mehrere On-Chain-Indikatoren ein klares Signal: Die akute Schmerzphase auf dem Bitcoin-Markt ist wahrscheinlich noch nicht vorüber. Die historisch extreme Abweichung des Z-Scores, die angeschlagene On-Chain-Gesundheit und die nervösen Aktivitäten der Whales deuten alle auf eine anhaltende Korrekturphase hin.
Für Anleger bedeutet dies, dass Geduld und eine langfristige Perspektive derzeit wichtiger sind denn je. Die Erholung könnte sich als zäher Prozess erweisen, bevor der Markt wieder nachhaltig an Fahrt gewinnt.