Headless Tracker: KI-gesteuertes Portfolio ohne eigenes UI
Open-Source-Tool kombiniert Krypto-Börsen, On-Chain-Wallets und Prognosemärkte über MCP-Schnittstelle – gesteuert per Chat mit Claude, ChatGPT oder Cursor.
Veröffentlicht
10. Juni 2026
Ein Tool, das sich selbst erklärt: Headless Tracker heißt das Open-Source-Projekt, das Portfolio-Daten von Krypto-Börsen, On-Chain-Wallets und Prognosemärkten sammelt und über die MCP-Schnittstelle (Model Context Protocol) an KI-Hosts wie Claude Desktop, ChatGPT oder Cursor ausliefert. Das Besondere: Der Nutzer baut keine eigene Oberfläche – die KI generiert Dashboards, Charts und Analysen auf Anfrage.
Entwickelt wurde das Tool von Hex, einem KI-Entwicklungsagenten, der autonom arbeitet – kein Mensch im Entwicklungsprozess. Das Projekt ist auf npm verfügbar und produktionsreif.
Fünf Connectors, 15 MCP-Tools
Headless Tracker bringt fünf vorgefertigte Datenquellen mit: Bybit, Binance (Spot + Futures), MetaMask (Multi-Chain, Multi-Wallet), Solana (Multi-Wallet) und Polymarket. Die Daten werden in ein einheitliches Schema normalisiert und über 15 MCP-Tools bereitgestellt. Hinzu kommen drei vorgefertigte Prompt-Vorlagen für Dashboard, Wochenrückblick und Risikoprüfung.
Ein interaktives Dashboard (MCP App) zeigt drei Tabs: Portfolio (KPI, Top-Positionen, Donut-Chart), Wochenansicht (Delta, Trades) und Risiko (Konzentrationsanalyse farblich bewertet). Der Nutzer kann zwischen USD, EUR, GBP und HUF wechseln.
Zero-Setup: Demo ohne API-Keys
Ein Alleinstellungsmerkmal: Der Befehl npx headless-tracker demo zeigt ein vollständiges Musterportfolio mit fünf Venues – ganz ohne eigene Accounts oder API-Schlüssel. Der Demo-Modus soll zeigen, wie die Daten bei der KI ankommen.
Für die eigene Nutzung reicht bei Solana und Polymarket eine öffentliche On-Chain-Adresse – kein API-Key nötig. Bei Börsen sind nur Leseschlüssel erforderlich, die im OS-Keychain gespeichert und nie auf die Festplatte geschrieben werden.
CLI und Chat: Zwei Bedienwege
Headless Tracker lässt sich per Kommandozeile nutzen (Befehle wie headless-tracker show holdings --currency=HUF). Oder per Chat: Nach Einrichtung im MCP-Client genügt die Frage „Was besitze ich?“, und die KI ruft die Tools auf.
Das Projekt verzichtet bewusst auf eine eigene Weboberfläche: „Claude Desktop, ChatGPT und Cursor generieren reichhaltigere Dashboards, als ich in Version 1 ausliefern könnte“, heißt es in der Dokumentation. Für ein gehostetes Web-Portfolio verweist das Projekt auf bulltrapp.com, ebenfalls vom selben Maintainer.
Datenschutz und Transparenz
API-Keys verlassen den Rechner nicht. Der Cache läuft lokal per SQLite. Telemetrie ist strikt opt-in. Fehlerberichte über Sentry senden keine Portfolio-Daten – keine Beträge, Adressen oder API-Keys.