XRP-Kurs korrigiert: Steht der nächste Ausbruch bevor?
Nach dem Hoch bei 1,457 US-Dollar konsolidiert der XRP-Kurs oberhalb von 1,40 US-Dollar. Technische Signale deuten auf eine mögliche Erholung hin – doch der MACD bleibt bärisch.
Veröffentlicht
8. Mai 2026

Der jüngste Anstieg des XRP-Kurses über die Marke von 1,42 US-Dollar hinaus hat sich als kurzlebig erwiesen. Nach einem Hoch bei 1,457 US-Dollar setzte eine Korrektur ein, die den Kurs bis auf 1,408 US-Dollar drückte. Nun stellt sich die Frage: Handelt es sich um eine gesunde Verschnaufpause oder den Beginn einer tieferen Konsolidierung?
Trendlinie stützt – MACD mahnt zur Vorsicht
Am Stundenchart zeichnet sich eine bullische Trendlinie ab, die derzeit bei 1,405 US-Dollar verläuft. Zusammen mit der runden Marke von 1,40 US-Dollar bildet sie eine erste Unterstützungszone. Der Kurs notiert zudem nahe dem 100-Stunden-Durchschnitt, was ebenfalls stabilisierend wirken kann.
Doch die technischen Indikatoren sind gespalten. Der MACD hat sich in den bärischen Bereich gedreht und gewinnt dort an Fahrt – ein Warnsignal. Der RSI liegt unter 50, also im neutralen bis schwachen Bereich. Das spricht dafür, dass der Verkaufsdruck kurzfristig noch nicht nachlässt.
Marke von 1,422 US-Dollar als Schicksalsgrenze
Die wichtige Hürde liegt bei 1,422 US-Dollar. Gelingt XRP ein nachhaltiger Sprung über dieses Niveau, wäre der Weg frei für einen Test der 1,435 US-Dollar und letztlich des alten Hochs bei 1,455 US-Dollar. Ein Ausbruch darüber könnte sogar bis an die 1,484 US-Dollar führen – ein Bereich, der charttechnisch als nächstes größeres Widerstandsniveau gilt.
Sollte der Kurs dagegen unter die 1,40-US-Dollar-Marke fallen, droht eine Ausweitung der Korrektur. Nächste Unterstützungen liegen dann bei 1,382 US-Dollar und 1,362 US-Dollar. Ein Rutsch unter 1,35 US-Dollar wäre bärisch und könnte eine Testbewegung bis 1,332 US-Dollar auslösen.
Einordnung für Anleger im DACH-Raum
Für Anleger hierzulande bleibt die steuerliche Einordnung dieser Entwicklung relevant. Gewinne aus XRP-Verkäufen unterliegen als private Veräußerungsgeschäfte der Einkommensteuer, sofern die Haltefrist von einem Jahr nicht überschritten wird. Ein aktives Trading rund um die aktuellen Unterstützungen und Widerstände könnte daher steuerpflichtige Realisierungen auslösen. Die nächsten Tage entscheiden, ob die bullische Trendlinie hält oder die Konsolidierung sich vertieft.