Bitcoin droht mit Verlust der 200-Wochen-EMA – Analysten warnen
Der Kurs von Bitcoin testet erneut die wichtige 200-Wochen-Linie bei rund 68.300 US-Dollar. Ein wöchentlicher Schlusskurs darunter könnte einen Rücksetzer einleiten.
Veröffentlicht
20. März 2026

Bitcoin steht vor einem kritischen Wochenabschluss. Nach einem Rückgang von fast 10 Prozent seit den lokalen Höchstständen um 76.000 US-Dollar droht der Kurs, eine wichtige langfristige Trendlinie zu verlieren. Die Exponentielle Gleitende Durchschnittslinie (EMA) über 200 Wochen, aktuell bei etwa 68.300 US-Dollar, wird erneut getestet.
Eine „unzuverlässige“ Trendlinie
Der bekannte Krypto-Analyst Rekt Capital beschreibt die 200-Wochen-EMA in seiner jüngsten Marktanalyse als „unzuverlässig“. Der Grund: Der Kurs habe die Linie in der jüngeren Vergangenheit sowohl nach oben als auch nach unten mühelos durchbrochen. Ein wöchentlicher Schlusskurs unterhalb dieser Marke würde bedeuten, dass Bitcoin es nicht geschafft hat, sie in eine solide Unterstützung umzuwandeln. „Das würde das Argument stärken, dass die EMA als unzuverlässige Unterstützung fungiert“, so der Analyst.
Ein erfolgreicher Test und eine Umwandlung in Unterstützung wäre hingegen ein bullisches Signal. Es würde den kürzlichen Ausbruch nach oben bestätigen und den Weg für eine Fortsetzung des makroskopischen Erholungsanstiegs ebnen. Die Spannung ist hoch, denn die Linie gilt seit langem als eine der wichtigsten im Bitcoin-Chart.
Monatelange Seitwärtsbewegung im Raum
Während die 200-Wochen-EMA den nächsten großen Test darstellt, formiert sich auf niedrigeren Zeitrahmen ein deutliches Handelsband. Der ehemalige Allzeithoch von 2021 bei 69.500 US-Dollar und die Tiefs von 2025 bei etwa 74.500 US-Dollar markieren die Grenzen.
Der Trader Roman, der seit längerem einen Rückgang auf 50.000 US-Dollar oder darunter für möglich hält, sieht nun zunächst eine ausgedehnte Konsolidierungsphase. „Es ist sehr gut möglich, dass wir uns monatelang in dieser Range aufhalten“, warnte er seine Follower. Eine solche längere Seitwärtsbewegung würde die Geduld der Anleger auf eine harte Probe stellen.
Die Bullen haben es bisher nicht geschafft, die Verkäufer oberhalb von 76.000 US-Dollar zu überwinden. In der Folge erwarten viele Marktteilnehmer nun neue makroskopische Tiefs, sollte die aktuelle Unterstützung brechen.
Für Anleger im DACH-Raum bleibt bei solchen volatilen Phasen die steuerliche Behandlung relevant. Gewinne aus Verkäufen innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist unterliegen der Abgeltungsteuer, während Halteperioden von über einem Jahr zu steuerfreien Gewinnen führen können – eine Überlegung, die bei langfristigen „Range“-Phasen an Bedeutung gewinnt.