Bitcoin vor 80.000 US-Dollar? Analyst sieht klaren Weg
Michaël van de Poppe prognostiziert einen Anstieg bis Ende April. Sein Szenario hängt von einem Schlüsselwiderstand ab – und könnte Altcoins beflügeln.
Veröffentlicht
16. April 2026

Während Bitcoin am Montag um rund fünf Prozent zulegte, legte Ether mit über acht Prozent deutlich stärker zu. Diese relative Stärke der Altcoins könnte, so die These des bekannten Analysen Michaël van de Poppe, ein Vorbote für eine breitere Rallye sein, falls der Bitcoin-Kurs seinen Aufwärtstrend fortsetzt.
Van de Poppe, Gründer des MN Fund, sieht für die größte Kryptowährung einen klaren Pfad in die Range von 80.000 bis 85.000 US-Dollar noch in diesem April. Seine Analyse, die er auf X veröffentlichte, stützt sich auf eine sich erholende globale Marktstimmung als Haupttreiber. Zum Zeitpunkt seiner Prognose notierte Bitcoin bei etwa 74.500 Dollar.
Die 75.000-Dollar-Marke als entscheidender Hebel
Der Schlüssel zum Erreichen der höheren Ziele liegt für den Analysten bei der 75.000-Dollar-Marke. Ein Durchbruch dieses Widerstands mit hohem Handelsvolumen würde den Weg für den Lauf in Richtung 80.000 bis 85.000 Dollar ebnen – ein Bereich, in dem aus charttechnischer Sicht historisch stärkerer Verkaufsdruck zu erwarten ist. Bitcoin hatte diese Hürde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits überwunden.
Van de Poppe skizzierte auch ein Szenario für den Fall einer kurzfristigen Korrektur. Seiner Einschätzung nach bleibt die bullische Grundstimmung intakt, solange Bitcoin über 72.000 Dollar hält. In diesem Fall sieht er eine Wahrscheinlichkeit von über 70 Prozent, dass die 80.000-Dollar-Marke noch im April getestet wird. Ein Fall unter diese Unterstützung würde das Bild hingegen trüben.
Altcoins könnten von der Dynamik profitieren
Die vielleicht interessantere Implikation betrifft den Rest des Kryptomarktes. Van de Poppe erwartet, dass Altcoins im Falle einer fortgesetzten Bitcoin-Rallye mit der zwei- bis dreifachen Geschwindigkeit zulegen könnten. Ein zehnprozentiger Bitcoin-Anstieg könnte demnach Gewinne von 20 bis 30 Prozent oder mehr bei alternativen Kryptowährungen auslösen. Dieses Muster folgt oft einem bekannten Kapitalfluss: Zuerst fließt Geld in Bitcoin, dann in Large-Caps wie Ether und schließlich in kleinere Altcoins.
Der aktuelle Aufschwung wird durch eine Stabilisierung der globalen Finanzmärkte begünstigt, die sich von geopolitisch bedingten Spannungen der Vorwochen erholen. Für Anleger im DACH-Raum ist bei solchen Szenarien stets die steuerliche Behandlung im Blick zu behalten: Kursgewinne aus Kryptowährungen unterliegen hierzulande der Einkommensteuer, wobei nach einer einjährigen Haltefrist Steuerfreiheit eintreten kann.