Bitcoin-Miner aus 2009 transferiert 2.650 BTC im Wert von 203
Eine seit 2010 inaktive Wallet bewegt große Bitcoin-Bestände zu OTC-Händlern – Analysten sehen potenziellen Verkaufsdruck auf dem Markt.
Veröffentlicht
26. Mai 2026

Ein Bitcoin-Wallet, das seit dem ersten Netzwerk-Jahr inaktiv war, ist am 25. Mai wieder aufgelebt und hat eine Bewegung von 203 Millionen Dollar ausgelöst. Ein Miner aus der Zeit von 2009/2010 transferierte 2.650 BTC in drei separaten Transaktionen an die institutionellen OTC-Desks FalconX und Cumberland.
Der On-Chain-Analyst Onchain Lens entdeckte die Transfers und wies darauf hin, dass die Quell-Adressen während der ersten beiden Bitcoin-Jahre aktiv waren. Zum Zeitpunkt des Transfers lag der Bitcoin-Preis bei rund 77.000 Dollar, sodass die 2.650 BTC einen Wert von etwa 203 Millionen Dollar hatten.
Wallet hält noch 462 Millionen Dollar
Nach dem Transfer verbleiben in dem Wallet noch rund 6.000 BTC – im Wert von etwa 462 Millionen Dollar. FalconX und Cumberland sind etablierte OTC-Handelsplätze, die speziell für Großanleger und Institutionen Blockgeschäfte abwickeln, ohne die Spotmarkt-Preise zu beeinflussen. Bislang wurden keine bestätigten Verkäufe aus diesen Transfers gemeldet.
Dies ist kein Einzelfall. Bereits im Januar 2026 bewegte ein anderer Miner aus der Satoshi-Ära 2.000 BTC auf ähnliche Weise. Damals zog der Transfer ebenfalls die Aufmerksamkeit von On-Chain-Beobachtern auf sich, die ruhende Wallet-Aktivitäten als Frühindikator für möglichen Verkaufsdruck betrachten.
Wachsender Verkaufsdruck?
Der weitere Kontext verschärft das Bild. Die Börsenreserven und Zuflüsse sind gestiegen, was darauf hindeutet, dass immer mehr Marktteilnehmer Coins für einen möglichen Verkauf bereitstellen. Bislang hat der Bitcoin-Preis diese Transfers relativ stabil überstanden.
Anleger sollten zwei Dinge im Auge behalten: Erstens, ob die verbliebenen 6.000 BTC in weiteren Tranchen bewegt werden. Zweitens, ob die Zuflussdaten an den Börsen weiter steigen, parallel zu diesen Aktivierungen ruhender Wallets. Für Anleger hierzulande bleibt die steuerliche Einordnung von BTC-Transfers aus alten Beständen relevant – insbesondere die Frage, ob Haltefristen für steuerfreie Veräußerungen greifen.