Bitcoin stürzt unter 80.000 US-Dollar: Korrektur vertieft sich
Der führende Krypto-Asset verlor in dünnem Handel über 7% und fiel auf ein Niveau wie im April 2025. Altcoins wie Ether und Solana brachen noch stärker ein.
Datum
1. Februar 2026
Bitcoin verlor in der frühen Nachmittagssitzung in New York am 31. Januar scharf und fiel unter die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar. Der Rückgang auf ein Niveau, das zuletzt im April 2025 gesehen wurde, vertieft eine Korrektur, die bereits über 30% vom Allzeithoch abgetragen hat.
Der Rückgang erfolgte in einem Marktumfeld mit dünner Liquidität und begrenztem Kaufinteresse. Bitcoin fiel zeitweise um 7,1% auf 78.159,41 US-Dollar. Andere große Kryptowährungen verzeichneten noch deutlichere Verluste.
Altcoins leiden noch stärker
Während Bitcoin einbricht, zeigt sich der Schmerz im gesamten Krypto-Ökosystem. Ether (ETH), die zweitgrößte digitale Währung, verlor über 10% an Wert. Solana (SOL) stürzte sogar um mehr als 11% ab.
Laut Daten von CoinGecko wurden dem Gesamtmarktkapital der Kryptobranche in den vergangenen 24 Stunden durch den Ausverkauf etwa 111 Milliarden US-Dollar ausgelöscht.
Makro-Enttäuschung für Bitcoin
Der jüngste Rückgang fügt sich in eine Serie enttäuschender makroökonomischer Reaktionen für Bitcoin ein. Der Vermögenswert reagierte in den letzten Wochen kaum auf Entwicklungen, die ihn früher gestützt hätten:
- Eine Schwächephase des US-Dollars im Januar hob die Stimmung kaum.
- Der Rally von Gold auf Rekordhöhen löste keine nennenswerte positive Reaktion aus.
- Selbst nach der scharfen Trendumkehr von Gold und Silber am 30. Januar blieben signifikante Zuflüsse in Bitcoin aus.
Diese Abwesenheit von Kaufinteresse stellt die narrative Rolle von Bitcoin in Portfolios zunehmend in Frage. Lange als Wette auf Momentum und als Absicherung gegen Geldentwertung gepriesen, scheint der Token derzeit keine der beiden Funktionen zuverlässig zu erfüllen.
Die Gründe für die anhaltende Schwäche
Mehrere Faktoren treiben die aktuelle Korrektur voran und lassen Zweifel an der kurzfristigen Erholung aufkommen:
- Anhaltende Abflüsse aus den Spot-ETFs: Institutionelles Geld fließt derzeit eher ab als zu.
- Fehlende Safe-Haven-Nachfrage: Geopolitische Risiken lösen keine Nachfrage nach Bitcoin als digitalem Schutz aus.
- Konzentration auf traditionelle Assets: Kapital sucht weiterhin vorrangig Sicherheit in Edelmetallen und Bargeld.
Die aktuelle Marktphase zeigt, dass Bitcoin trotz seiner Reife weiterhin anfällig für tiefgreifende Korrekturen in Phasen der Risikoaversion ist. Die Frage, ob und wann die digitale Reservewährung ihre Doppelrolle als spekulatives und absicherndes Asset zurückerobert, bleibt offen.