Changpeng Zhao überholt Bill Gates: Der reichste Mann der
Der Binance-Gründer hat laut Forbes ein Vermögen von 113 Milliarden Dollar. Sein Aufstieg erfolgte trotz Haftstrafe und massiver Compliance-Probleme.
Veröffentlicht
20. März 2026

Changpeng Zhao, besser bekannt als CZ, hat mit einem geschätzten Vermögen von 113 Milliarden US-Dollar einen bemerkenswerten Karrieresprung vollzogen. Laut der Echtzeit-Liste von Forbes ist der Gründer der Kryptobörse Binance damit nicht nur der reichste Akteur der Krypto-Branche, sondern hat auch Microsoft-Mitbegründer Bill Gates (103,9 Mrd. USD) und Medienmogul Michael Bloomberg (109,4 Mrd. USD) überholt. Zhao belegt aktuell Platz 17 der weltweiten Milliardärsrangliste.
Vermögenssprung trotz juristischer Turbulenzen
Der Aufstieg ist umso bemerkenswerter, als er nur 17 Monate nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis erfolgt. Zhao hatte im November 2023 als CEO von Binance zurücktreten müssen und eine viermonatige Haftstrafe verbüßt, nachdem US-Behörden die Plattform wegen gravierender Verstöße gegen Geldwäscheauflagen zur Rechenschaft gezogen hatten. Die Börse zahlte eine Rekordstrafe von 4,3 Milliarden Dollar, Zhao persönlich 50 Millionen.
Sein Vermögen ist im vergangenen Jahr von geschätzten 47 auf 113 Milliarden Dollar explodiert. Die mit Abstand größte Vermögensquelle ist dabei seine geschätzte 90-Prozent-Beteiligung an Binance, die Forbes auf über 100 Milliarden Dollar taxiert. Die Börse hält trotz aller regulatorischen Herausforderungen einen globalen Marktanteil von etwa 38 % und verarbeitet ein jährliches Transaktionsvolumen von mehr als 30 Billionen Dollar.
Fragiler Reichtum auf Krypto-Basis
Das Vermögen des 47-Jährigen bleibt jedoch volatil und ist eng an den Kryptomarkt und das Schicksal seiner Plattform geknüpft. Neben der Binance-Beteiligung hält Zhao etwa 1.400 Bitcoins, deren Wert in den letzten zwölf Monaten um rund 25 % auf etwa 100 Millionen Dollar gefallen sein soll. Auch seine Bestände am Binance Coin (BNB) unterliegen den typischen Kursschwankungen.
Für Anleger im DACH-Raum unterstreicht der Fall Zhao die spekulativen und rechtlich unsicheren Grundlagen mancher Krypto-Vermögen. Während die steuerliche Behandlung von Kryptowerten hierzulande klar geregelt ist, zeigt der Weg des Binance-Gründers, wie stark Vermögen in diesem Sektor von der Gunst der Aufsichtsbehörden abhängen kann – ein Risiko, das sich in Euro nicht einfach bewerten lässt.