AFX startet Layer-1-Mainnet für Perpetual-Derivate
Die neue Blockchain verspricht 100 Millisekunden Latenz, 100.000 Transaktionen pro Sekunde und ein Zero-Gas-Modell – speziell für institutionelle Trader.
Veröffentlicht
20. Mai 2026

Eine neue Blockchain will den Handel mit Perpetual Swaps revolutionieren. AFX, eine speziell für dezentrale Derivate entwickelte Layer-1, hat offiziell den Betrieb ihres Mainnets aufgenommen. Das Projekt verspricht eine Latenz von median 100 Millisekunden und eine Kapazität von über 100.000 Transaktionen pro Sekunde – Werte, die sonst nur zentralisierte Börsen erreichen.
Technischer Bruch mit bestehenden Plattformen
AFX setzt auf eine modulare Architektur mit DAG-basiertem Konsens (Directed Acyclic Graph) und einer ABCI-Schnittstelle. Entscheidend ist die Trennung von Ausführung und Konsens: Ein dedizierter Mempool optimiert den Hochfrequenz-Orderfluss, während MEV-Resistenz auf Protokollebene implementiert ist. Dies soll die strukturellen Engpässe vermeiden, die Perp-DEXs auf allgemeinen Blockchains wie Ethereum oder Solana plagen.
Das Modell Zero Gas fällt zudem die Transaktionsgebühren komplett weg – ein Novum im dezentralen Derivatehandel. Finanziert wird das System über einen 100-prozentigen Revenue-Pass-Through: Sämtliche Netzwerkeinnahmen fließen an Trader und Ökosystem-Beitragende zurück.
Institutionelle Funktionen für Profis
Parallel zum Mainnet launcht AFX die Pro-Trader Suite, ein Toolset für die Top 0,1 Prozent der Händler. Herzstück ist ein Hyper-Efficiency Margin Engine, der die Margin-Anforderungen auf nur 1,25 Prozent des Handelsvolumens senkt – etwa viermal weniger als bei Wettbewerbern. Zudem unterstützt die Suite native Gewinnmitnahmen auf nicht realisierte Positionen in Echtzeit.
Ein Alleinstellungsmerkmal: AFX ist der erste dezentrale Derivate-Exchange mit nativem Support für das FIX-Protokoll (Financial Information Exchange). Damit können quantitative Hedgefonds und Market-Maker ohne großen Integrationsaufwand auf die dezentrale Liquidität zugreifen.
Community-First ohne VC-Druck
Besonders bemerkenswert ist die wirtschaftliche Struktur: AFX startete ohne Venture-Capital-Finanzierung, ohne private Runden und ohne Token-Unlocks. Die Netzsteuerung liegt damit vollständig bei den aktiven Teilnehmern – eine Antwort auf die Kritik an „predatorischen“ Tokenomics vieler DeFi-Projekte.
Zum Start unterstützt AFX Perpetual-Kontrakte auf BTC, ETH, Gold (XAU) und Rohöl (CL) mit Hebel bis zu 40x. Weitere Märkte sollen folgen.
Bedeutung für den DACH-Raum
Für Anleger hierzulande bleibt die steuerliche Einordnung relevant: AFX’ Zero-Gas-Modell könnte bei der Haltefrist-Berechnung nach § 23 EStG zu Komplikationen führen, da jede Transaktion steuerpflichtige Gewinne auslösen kann – unabhängig von den Kosten. Wer das Protokoll nutzt, sollte die Dokumentation aller Trades sorgfältig führen.