Trump-Signale: Bitcoin und Ethereum erholen sich
Nach einer turbulenten Woche erholen sich die Kryptomärkte. Auslöser ist eine überraschende Aussage von US-Präsident Trump zu einem möglichen Abkommen mit dem Iran.
Veröffentlicht
25. Mai 2026

Am Kryptomarkt kehrt vorsichtige Zuversicht zurück. Auslöser ist eine überraschende diplomatische Wende im Nahen Osten: US-Präsident Donald Trump erklärte, man sei der endgültigen Ausarbeitung eines Abkommens mit dem Iran „in großem Umfang“ nahe. Die Botschaft kam an den Märkten an. Bitcoin und Ethereum zogen daraufhin deutlich an, nachdem sie zuvor unter geopolitischen Spannungen gelitten hatten.
Risikobereitschaft kehrt zurück
Die Aussicht auf eine Entspannung zwischen Washington und Teheran ließ die Risikoaversion vieler Anleger schmelzen. Bitcoin kletterte innerhalb weniger Stunden um 1,5 Prozent auf 76.666 Dollar. Ethereum zog mit einem Plus von 2,5 Prozent nach und notierte bei 2.118 Dollar. Beide Werte hatten am Vortag noch deutlich im Minus gelegen, belastet durch die Eskalationsängste in der Region.
Händler sehen in der Bewegung eine typische Reaktion auf einen geopolitischen Stimmungsumschwung. „Wenn die größte unmittelbare Gefahr für die Finanzmärkte nachlässt, fließt Geld zurück in riskantere Anlagen – und Krypto gehört derzeit dazu“, kommentierte ein Analyst gegenüber dem Handelsblatt. Die Kursgewinne seien jedoch fragil, solange keine konkreten Verträge vorlägen.
„Amerika, die Islamische Republik Iran und verschiedene andere Länder haben ein Abkommen in großem Umfang ausgehandelt, das nun finalisiert wird.“ — Donald Trump, US-Präsident
DACH-Perspektive: Steuerfalle Erholungsrallye
Für Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Entwicklung nicht nur eine gute Nachricht – sie birgt auch steuerliche Tücken. Wer während der jüngsten Korrektur nachgekauft hat und nun Gewinne realisiert, muss die einjährige Haltefrist beachten. Verkäufe innerhalb dieses Zeitraums unterliegen in Deutschland der vollen Einkommensteuer (§ 22 EStG). Ein kurzfristiger Gewinn von 2,5 Prozent bei Ethereum kann so schnell an Attraktivität verlieren, wenn er im persönlichen Steuersatz verpufft.
Ob die Rallye nachhaltig ist, hängt nun von den nächsten Schritten ab. Solange der Iran-Deal nicht unterschrieben ist, bleibt die geopolitische Prämie im Markt. Anleger hierzulande tun gut daran, die steuerlichen Implikationen jeder Trading-Entscheidung mitzudenken – besonders in Zeiten hoher Volatilität.