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Bitcoin unter 63.000 US-Dollar: Trump-Tarife und KI-Angst

Der Bitcoin-Kurs setzt seinen Abwärtstrend fort und nähert sich der kritischen 60.000-Dollar-Marke. Analysten sehen Parallelen zu früheren Korrekturen und warnen vor weiterem Potenzial nach unten.

Datum

25. Februar 2026

Bitcoin unter 63.000 US-Dollar: Trump-Tarife und KI-Angst

Key Takeaways:

  • Bitcoin fiel im asiatischen Handel unter 63.000 US-Dollar und setzt die Schwäche der Vorwoche fort.
  • Auslöser sind neue Handelszölle von Ex-Präsident Trump und eine Verunsicherung im KI-Sektor, die auch die Aktienmärkte belasten.
  • Die kritische Unterstützung bei 60.000 US-Dollar wird von Analysten als nächster wichtiger Test angesehen.
  • Langfristige Chartmuster deuten darauf hin, dass eine nachhaltige Bodenbildung erst nach einem sogenannten "Bear Cross" der Wochen-Durchschnitte erfolgen könnte – ein Signal, das derzeit noch nicht vorliegt.

Kurssturz setzt sich fort

Bitcoin hat seine jüngsten Verluste ausgedehnt und ist während der asiatischen Handelszeit unter die Marke von 63.000 US-Dollar gefallen. Damit notiert die führende Kryptowährung auf einem Niveau, das zuletzt Anfang Februar erreicht wurde, als der Kurs kurz vor dem Absturz auf 60.000 US-Dollar stand. Für die laufende Woche summiert sich der Verlust bereits auf fast 7 Prozent.

Die Schwäche ist nicht auf den Kryptomarkt beschränkt. Auch die US-Aktienmärkte gerieten zu Wochenbeginn unter Druck. Die Gründe sind vielschichtig:

  • Neue Zollandrohungen: Ex-Präsident Donald Trump kündigte an, vorübergehende Zölle von 15 Prozent auf Importe aus anderen Ländern zu erheben – eine Erhöhung gegenüber der zuvor genannten Rate von 10 Prozent.
  • KI-Angst: Anleger setzten ihre Verkäufe bei Aktien von Unternehmen fort, die im Rennen um die künstliche Intelligenz (KI) als Verlierer eingestuft werden.

Analysten sehen Parallelen und warnen vor 60.000 Dollar

Experten sehen klare Parallelen zu früheren marktbelastenden Ereignissen. Matt Howells-Barby, Vice President bei Kraken, kommentierte die Situation gegenüber CoinDesk:

"Ähnlich wie bei Aktien hat Bitcoin heute einen scharfen Rücksetzer erlebt, der größtenteils von erneuter zollbedingter Unsicherheit getrieben wurde, ähnlich den Ereignissen im April 2025. Zudem könnten eskalierende geopolitische Spannungen sich kurzfristig als bärisch für BTC erweisen."

Sein Blick richtet sich auf ein konkretes Niveau: Die 60.000-Dollar-Marke. Diese gilt als entscheidende Unterstützungszone, die von den Bullen genau beobachtet wird. Sollte dieses Level brechen, warnt Howells-Barby vor einem weiteren Abrutschen in den Bereich um die 50.000 Dollar.

Langfristiges Chartbild deutet auf Geduld hin

Während die kurzfristige Nervosität groß ist, lohnt ein Blick auf die langfristigen technischen Indikatoren. Die Historie zeigt ein bemerkenswertes Muster:

Bitcoin hat in der Vergangenheit selten ein endgültiges Markttief gebildet, bevor der gleitende Durchschnitt über 50 Wochen nicht unter denjenigen über 100 Wochen gefallen ist. Dieses technische Signal, ein sogenannter "Bear Cross", markierte das Ende jedes größeren Bärenmarktes – unter anderem in den Jahren 2018 und 2022.

Derzeit ist dieses Signal jedoch noch in weiter Ferne. Der 50-Wochen-Durchschnitt liegt deutlich über dem 100-Wochen-Durchschnitt. Dieses Muster mag kontraintuitiv erscheinen, erklärt sich aber aus der verzögerten Natur gleitender Durchschnitte:

  • Sie bestätigen, was bereits geschehen ist, anstatt die Zukunft vorherzusagen.
  • Ein langfristiger "Bear Cross" hat sich daher tendenziell als Bestätigung eines Marktbodens erwiesen, nicht als dessen Vorläufer.

Fazit: Geduld ist gefragt

Die aktuelle Marktphase wird von makroökonomischen Unsicherheiten und einer generellen Risikoaversion geprägt. Für Bitcoin-Anleger bedeutet das:

  • Die unmittelbare Unterstützung bei 60.000 US-Dollar ist der nächste kritische Test.
  • Eine nachhaltige Trendwende könnte laut historischem Muster mehr Zeit in Anspruch nehmen und auf ein klareres technisches Signal warten.
  • Wie bei allen Indikatoren gilt: Die Vergangenheit bietet keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Die aktuelle Volatilität unterstreicht die Bedeutung eines langfristigen Anlagehorizonts und eines robusten Risikomanagements.

Der Markt befindet sich in einer Korrekturphase, die von externen Faktoren angeheizt wird. Ob die 60.000-Dollar-Marke hält oder bricht, wird die Stimmung in den kommenden Tagen maßgeblich prägen.

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