Bitcoin-Zyklus laut Scaramucci intakt – Seitwärtsphase bis Ende
Der SkyBridge-Managing Partner sieht den aktuellen Bitcoin-Rückgang als klassische Korrektur und erwartet den nächsten Bullenmarkt erst im vierten Quartal 2026.
Veröffentlicht
23. März 2026

Die aktuelle Bärenmarktphase bei Bitcoin lässt sich nach Ansicht von Anthony Scaramucci, Managing Partner der Investmentfirma SkyBridge, mit dem traditionellen Vier-Jahres-Zyklus und Gewinnmitnahmen langjähriger Halter bei der psychologischen Marke von 100.000 US-Dollar erklären.
Scaramucci räumt ein, dass institutionelle Investoren und die milliardenschweren Zuflüsse in die Bitcoin-ETFs die Volatilität gedämpft und den Zyklus „abgemildert“ haben. Die grundlegende Dynamik sei jedoch intakt geblieben. „Wir befinden uns in einem Vier-Jahres-Zyklus, und es gab einige traditionelle Wale, einige OG's, die an diesen Zyklus glauben. Und was passiert im Leben, wenn man an etwas glaubt? Man schafft eine sich selbst erfüllende Prophezeiung“, so Scaramucci in einem Podcast.
Seitwärtsbewegung mit klarem Zeitrahmen
Seine Prognose ist konkret: Er erwartet choppige, seitwärts gerichtete Kurse für den größten Teil des Jahres 2026. Der nächste signifikante Aufwärtstrend, der einen neuen Bullenmarkt einläuten könnte, sei erst im vierten Quartal 2026 zu erwarten. Diese Einschätzung steht im Kontrast zum vorherrschenden Marktoptimismus des vergangenen Jahres, der Kurse von 150.000 US-Dollar noch für 2025 vorhersah.
Der massive Einbruch im Oktober, der Bitcoin von seinem Allzeithoch bei etwa 126.000 US-Dollar auf rund 60.000 US-Dollar fallen ließ, habe diese Erwartungen zunichtegemacht. Scaramucci verweist auf die Marktpsychologie: Oft bewege sich der Markt entgegen der vorherrschenden Stimmung. Als Beispiel nennt er den Beginn des letzten Bullenmarktes Anfang 2023 – einer Zeit großer Apathie nach dem FTX-Collapse.
Geopolitische Risiken und Korrelation zu traditionellen Märkten
Aktuelle Belastungsfaktoren
Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere der Krieg im Iran, belasten derzeit alle Risikoassets. Bitcoin notierte am Samstag unter 69.000 US-Dollar. Gleichzeitig brach der S&P 500 Index unter seine 200-Tage-Durchschnittslinie, ein wichtiger technischer Indikator für Börsenhändler.
Einige Analysten warnen vor einem möglichen weiteren deutlichen Rückgang, sollte die positive Korrelation zwischen Bitcoin und dem US-Aktienmarkt anhalten. Einige Szenarien gehen von einem Einbruch um bis zu 50 Prozent aus, falls der breite Aktienmarkt weiter unter Druck gerät.
Die Debatte, ob der klassische Bitcoin-Halving-Zyklus noch gültig ist, wird in der Branche weiter intensiv geführt. Für europäische Anleger unterstreicht die aktuelle Phase die Bedeutung eines langfristigen Anlagehorizonts und eines robusten Risikomanagements, unabhängig von kurzfristigen Zyklus-Theorien.