US-Liquiditätsspritze treibt Bitcoin-Prognosen an
35 Milliarden Dollar vom US-Finanzministerium könnten Bitcoin bis Mai 2026 auf 115.000 Dollar treiben – Prognose-Märkte sehen geringes Risiko unter 70.000 Dollar.
Veröffentlicht
4. Mai 2026

Das US-Finanzministerium hat in dieser Woche 35 Milliarden Dollar in den Markt injiziert – der erste größere Liquiditätsschub seit dem Ende der quantitativen Straffung der Federal Reserve am 1. Dezember 2025. Die Maßnahme zielt darauf ab, Spannungen in kurzfristigen Geldmärkten zu lindern, nachdem Bankreserven deutlich gesunken sind und der Secured Overnight Financing Rate (SOFR) über den Zinssatz für Reserven gestiegen war.
Märkte preisen Bitcoin-Rallye ein
Prognose-Märkte reagieren umgehend: Die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bis Mai 2026 die Marke von 115.000 Dollar erreicht, wird als realistisch eingeschätzt. Noch bemerkenswerter: Die Wahrscheinlichkeit eines Bitcoin-Kurses unter 70.000 Dollar zum 3. Mai 2026 wird von den Märkten als nahezu Null bewertet.
Der Effekt der Liquiditätsspritze gilt als moderat, aber eindeutig positiv für risikobehaftete Anlageklassen wie Bitcoin. Die Märkte interpretieren die Aktion als Signal, dass die US-Notenbank und das Finanzministerium bereit sind, bei Engpässen einzugreifen – ohne jedoch in eine vollständige quantitative Lockerung zurückzukehren.
Fed und Politik bleiben Schlüsselfaktoren
Beobachter richten ihren Blick nun auf Federal-Reserve-Chef Jerome Powell und den möglichen künftigen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh. Deren geldpolitische Aussagen könnten die Dynamik weiter beeinflussen. Hinzu kommen makroökonomische Daten und geopolitische Entwicklungen, die das allgemeine Marktumfeld prägen.
Für Anleger hierzulande bleibt die steuerliche Einordnung dieser Entwicklung relevant: Kursgewinne aus Bitcoin sind in Deutschland nach der einjährigen Haltefrist steuerfrei – ein Aspekt, der bei längerfristigen Prognosen bis Mai 2026 durchaus ins Gewicht fällt.