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Citibank will Bitcoin "bankfähig" machen – Morgan Stanley zieht

Zwei globale Banken-Riesen kündigen konkrete Pläne an, Bitcoin in traditionelle Finanzsysteme zu integrieren. Der Fokus liegt auf institutioneller Verwahrung und einem einheitlichen Service-Modell.

Datum

1. März 2026

Citibank will Bitcoin "bankfähig" machen – Morgan Stanley zieht

Key Takeaways:

  • Citibank kündigt für 2026 eigene Infrastruktur an, um Bitcoin in traditionelle Finanzsysteme zu integrieren und "bankfähig" zu machen.
  • Der Fokus liegt auf institutioneller Verwahrung (Custody), Schlüsselverwaltung und einem einheitlichen Service-Modell für Krypto und traditionelle Assets.
  • Morgan Stanley plant ebenfalls den Aufbau einer eigenen Custody- und Exchange-Plattform und prüft Krypto-Yield-Produkte.
  • Die Ankündigungen markieren einen bedeutenden Schritt in der institutionellen Adoption von Bitcoin.

Citibank: Die "eine große Idee" – Bitcoin bankfähig machen

Nisha Surendran, Leiterin der Digital Asset Custody Development bei Citibank, hat auf der Konferenz Strategy World 2026 in Las Vegas die Pläne des Finanzriesen vorgestellt. Die Kernbotschaft: Citi will eine Infrastruktur schaffen, um Bitcoin (BTC) in das traditionelle Bankensystem zu integrieren.

Surendran betonte den wachsenden Bedarf an einem 24/7-fähigen Dollar oder digitalen Geld, da sich die Welt an rund um die Uhr handelbare Assets wie Bitcoin anpasst. Die "eine große Idee" sei es, Bitcoin bankfähig zu machen.

Um dieses Ziel zu erreichen, konzentriert sich Citi auf drei Schlüsselbereiche:

  • Kern-Verwahrung (Core Custody) und Verwahrfähigkeiten
  • Institutionelles Schlüsselmanagement
  • Wallet-Infrastruktur

"Wir werden Bitcoin auch in den Bereich der 30 Billionen Dollar traditioneller Vermögenswerte bringen, die unsere Kunden uns heute anvertrauen. Es wird der gleiche Rahmen sein, der jetzt angewendet wird, auf Bitcoin übertragen", so Surendran.

Einheitlicher Service für alle Asset-Klassen

Der Plan sieht vor, dass Kunden künftig ihre Bitcoin-Positionen neben traditionellen Vermögenswerten in einem einheitlichen Service-Modell halten und verwalten können. Das bedeutet:

  • Gleiche Berichtskanäle
  • Gleiche Compliance-Rahmenwerke
  • Gleiche Steuer-Workflows

Citi will die Komplexität für seine institutionellen Kunden reduzieren. Diese müssten sich laut Surendran nicht mehr selbst mit Wallets, privaten Schlüsseln oder Einmal-Adressen auseinandersetzen – die Bank werde "sich um diese Probleme kümmern".

Morgan Stanley baut eigene Plattform auf

Citibank ist nicht der einzige globale Player, der seine Krypto-Ambitionen konkretisiert. Nur einen Tag zuvor gab Morgan Stanley seine Pläne bekannt.

Amy Oldenburg, Leiterin der Digital Asset Strategy bei Morgan Stanley, erklärte, die Bank wolle über den einfachen Zugang zu Krypto hinausgehen. Die Strategie umfasst:

  • Aufbau einer eigenen, hausinternen Custody-Lösung
  • Entwicklung einer internen Exchange-Infrastruktur
  • Erforschung von Yield- und Kreditdienstleistungen (Lending), die durch Bitcoin besichert sind

Oldenburg betonte, wie wichtig der Aufbau eigener Technologie für die Marke Morgan Stanley sei: "Die Leute vertrauen unserer Marke, dass sie nicht versagt. Wenn man in dieser Position sitzt, hat man eine erhebliche Verantwortung gegenüber den Kunden."

Zunächst sollen Kunden der Tochter E-Trade Krypto-Assets über eine Partnerschaft handeln können. Innerhalb des nächsten Jahres soll dann die native Plattform folgen. Morgan Stanley könnte so die erste Großbank sein, die diese Kombination aus hauseigener Verwahrung und Handel anbietet.

Ein klares Signal für die institutionelle Adoption

Die parallelen Ankündigungen von zwei der weltweit größten und einflussreichsten Banken sind ein starkes Signal. Sie zeigen:

  • Reifegrad: Bitcoin wird zunehmend als ernstzunehmende Asset-Klasse für institutionelle Portfolios angesehen.
  • Standardisierung: Die Banken arbeiten daran, die technischen Hürden und Komplexitäten von Krypto zu abstrahieren und in ihre gewohnten Prozesse zu integrieren.
  • Wettbewerb: Das Rennen um die führende Rolle bei der institutionellen Krypto-Versorgung hat begonnen. Service, Sicherheit und Vertrauen werden die entscheidenden Faktoren sein.

Während Citi den Fokus auf die Integration in bestehende Verwahr- und Servicestrukturen legt, setzt Morgan Stanley auf einen komplett eigenen Technologie-Stack. Beide Ansätze zielen darauf ab, institutionellen Investoren den sicheren und komfortablen Zugang zu Bitcoin zu ermöglichen – und damit eine neue Phase der Adoption einzuläuten.

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