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Jane Street wegen Insiderhandels bei Terra-Crash verklagt

Ein neuer Rechtsstreit wirft der Handelsriesin vor, mit geheimen Informationen vor dem Zusammenbruch von Terra gehandelt zu haben. Die Klage könnte die Aufsicht über institutionelle Akteure im Kryptomarkt neu definieren.

Datum

25. Februar 2026

Jane Street wegen Insiderhandels bei Terra-Crash verklagt

Key Takeaways:

  • Der Konkursverwalter von Terraform Labs verklagt die Handelsfirma Jane Street wegen Insiderhandels im Mai 2022.
  • Die Klage wirft Jane Street vor, geheime Informationen genutzt zu haben, um Verluste zu vermeiden und den Zusammenbruch zu beschleunigen.
  • Der Fall könnte einen Präzedenzfall für die Regulierung institutioneller Akteure im Kryptomarkt schaffen.

Fast vier Jahre nach einem der verheerendsten Zusammenbrüche in der Krypto-Geschichte kehrt der Fall Terraform Labs vor Gericht zurück. Eine neue Klage vor einem US-Bundesgericht beschuldigt den Handelsriesen Jane Street des Insiderhandels im Zusammenhang mit dem Untergang des Terra-Ökosystems im Jahr 2022.

Der vom Gericht bestellte Konkursverwalter von Terraform Labs reichte die Klage ein. Sie wirft der Firma vor, vertrauliche Informationen genutzt zu haben, um vor wichtigen Marktereignissen zu handeln, Verluste zu vermeiden und den Kollaps des algorithmischen Stablecoin-Systems zu beschleunigen.

Vorwürfe des Insiderhandels in Terras letzten Tagen

Laut der Klage erhielt Jane Street wesentliche, nicht öffentliche Informationen durch Kontakte innerhalb von Terraform Labs. Eine ehemalige Terraform-Praktikantin, die später bei der Handelsfirma arbeitete, soll private Kommunikationskanäle etabliert haben, die zur Quelle sensibler operativer Details wurden.

Im Zentrum des Falls steht eine Transaktionsserie am 7. Mai 2022 – nur Tage, bevor TerraUSD (UST) seine Dollar-Bindung verlor. Terraform Labs hatte damals leise 150 Millionen UST aus dem Curve 3pool Liquiditätspool entfernt, ein Schritt, der noch nicht öffentlich bekannt war.

Weniger als zehn Minuten später soll eine mit Jane Street in Verbindung stehende Wallet 85 Millionen UST aus demselben Pool abgezogen haben. Der Konkursverwalter argumentiert, dass dieses Timing es der Firma ermöglichte, große Positionen aufzulösen und Trades zu platzieren, bevor die Panik den Markt erfasste.

Jane Street hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und die Klage als haltlos bezeichnet. Das Unternehmen argumentiert, dass Terras eigenes Management, nicht externe Händler, für die Anlegerverluste verantwortlich sei.

Rückblick auf den 40-Milliarden-Dollar-Krypto-Kollaps

Der Zusammenbruch von Terraform Labs bleibt eine der prägendsten Krisen der Kryptogeschichte. Als UST seine Bindung verlor, geriet sein Schwester-Token Luna in eine Todesspirale, die innerhalb von Tagen etwa 40 Milliarden Dollar an Marktwert auslöschte.

  • Die Folgen lösten weitreichende Liquidierungen aus.
  • Sie trugen zu einer breiteren Instabilität in der Branche bei.
  • Schwachstellen bei mehreren Krypto-Firmen wurden offengelegt.

Terraform Labs meldete 2024 Insolvenz an. Gründer Do Kwon bekannte sich später in einem Strafverfahren schuldig und wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die aktuelle Klage folgt auf frühere rechtliche Schritte gegen eine andere Handelsfirma und signalisiert eine anhaltende Bemühung, Gelder für Gläubiger zurückzuholen.

Breitere Implikationen für die Krypto-Marktaufsicht

Der Fall beleuchtet wachsende Bedenken hinsichtlich Informationsasymmetrie in Märkten, die oft als dezentral beworben werden. Regulierungsbehörden konzentrieren sich zunehmend auf Handelspraktiken, Marktmanipulation und die Rolle großer Liquiditätsanbieter.

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte die Klage einen wichtigen Präzedenzfall dafür schaffen, wie proprietäre Handelsfirmen mit Krypto-Projekten interagieren und mit nicht-öffentlichen Informationen umgehen. Selbst wenn sie erfolglos bleibt, wirft der Rechtsstreit erneut unbeantwortete Fragen zur Verantwortlichkeit bei großen Krypto-Pleiten auf.

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