US-Arbeitsministerium ebnet Weg für Bitcoin in
Neuer Regulierungsvorschlag schafft prozessbasierte Sicherheit für Fondsverwalter. Die Politik kehrt zu einem neutralen Ansatz zurück.
Veröffentlicht
1. April 2026

Das US-Arbeitsministerium hat einen neuen Regulierungsvorschlag veröffentlicht, der die Tür für Krypto-Assets wie Bitcoin in den beliebten 401(k)-Rentenplänen öffnen könnte. Der Entwurf der Employee Benefits Security Administration (EBSA) zielt darauf ab, Fondsverwaltern einen klaren, prozessbasierten Rahmen für die Prüfung alternativer Anlagen an die Hand zu geben.
Ein neutraler Ansatz ersetzt Warnungen
Im Kern des Vorschlags stehen sogenannte Safe-Harbor-Verfahren. Sie sollen Treuhänder – die Verwalter der Rentenpläne – durch die Auswahl sogenannter „Designated Investment Alternatives“ führen. Diese müssen dabei Faktoren wie erwartete Performance, Gebühren, Liquidität, Bewertungsmethoden und die Komplexität der Krypto-Assets bewerten.
„Die Tage, an denen das Ministerium Gewinner und Verlierer auswählte, sind vorbei“, sagte Keith Sonderling, stellvertretender Arbeitsminister.
Die Behörde betont, dass die Regel bewusst neutral gegenüber Anlageklassen sei. Sie befürworte keine bestimmte Investition, sondern lege einen umsichtigen Prüf- und Auswahlprozess fest. Damit wendet sich das Ministerium von einer Compliance-Anleitung der Biden-Administration aus dem Jahr 2022 ab, die Fondsverwalter effektiv von Krypto-Optionen abgeschreckt hatte.
Rückendeckung von Trump-Erlass und anderen Behörden
Der Schritt folgt einem Exekutivbefehl von Präsident Trump mit dem Titel „Demokratisierung des Zugangs zu alternativen Vermögenswerten für 401(k)-Anleger“. Finanzminister Scott Bessent begrüßte die Regelung als „einen weiteren Schritt, um das goldene Zeitalter von Präsident Trump einzuläuten“.
Auch die US-Börsenaufsicht SEC unterstützt den Vorstoß. SEC-Vorsitzender Paul Atkins erklärte, es sei wichtig, Amerikanern die Teilnahme an Innovation und Wirtschaftswachstum durch diversifizierte Langzeitinvestments zu ermöglichen. Die SEC habe bei der Ausformulierung des Vorschlags mitgewirkt.
Was bedeutet das für Anleger und den Markt?
Sollte die Regel finalisiert werden, erhielten Planverwalter einen strukturierten Weg, Krypto-Assets zu prüfen, ohne sich sofort den Compliance-Risiken auszusetzen, die in den letzten Jahren eine Aufnahme verhindert haben. Dies könnte langfristig zu einem signifikanten neuen Kapitalstrom in den Kryptomarkt führen, da 401(k)-Pläne mit mehreren Billionen Dollar an verwaltetem Vermögen einen der größten Pensionspools der Welt darstellen.
Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist diese Entwicklung vor allem als starkes regulatorisches Signal aus den USA relevant. Sie unterstreicht den zunehmenden institutionellen Druck, digitale Vermögenswerte in traditionelle Anlagevehikel zu integrieren. Die steuerliche Behandlung solcher Investments in betrieblichen Altersvorsorgeprodukten bleibt hierzulande jedoch eine komplexe Frage.