Bitcoin-Bärenmarkt: Analyst nennt drei Regeln für das Ende
Krypto-Experte Bee prognostiziert möglichen Kursrutsch auf 46.000 Dollar, bevor der Boden erreicht ist – und verweist auf die 350-Tage-Linie als Schlüsselindikator.
Veröffentlicht
14. Mai 2026

Krypto-Analyst Bee hat drei Faustregeln formuliert, an denen sich das Ende des aktuellen Bitcoin-Bärenmarktes ablesen lasse. Seine Analyse fällt in eine Phase, in der die Kurse erneut unter Druck geraten – nachdem BTC kurzzeitig die Marke von 82.000 Dollar übersprungen hatte, notiert die Kryptowährung am Dienstag bei rund 81.200 Dollar und damit leicht im Minus.
Drei Regeln, ein klares Signal
In einem Beitrag auf der Plattform X legte Bee dar, dass ein Bitcoin-Bärenmarkt stets drei Merkmale aufweise: Er dauere mindestens 350 Tage, der Boden bildete sich nie ohne Berührung der 350-Tage-Linie (MA 350), und der Kurs falle stets tiefer, als irgendjemand erwarte. Daraus folgert der Analyst: Der Bärenmarkt sei noch nicht vorbei – trotz der jüngsten Erholungsrallye.
Sein beigefügtes Chart deutet darauf hin, dass Bitcoin weiter fallen und möglicherweise ein Niveau um 46.000 Dollar erreichen könnte, bevor sich ein nachhaltiger Boden bildet. Der gleitende 350-Tage-Durchschnitt liegt aktuell bei etwa 47.000 Dollar – eine Zone, die bislang unberührt geblieben ist. Immerhin: Bee zufolge hat der Markt bereits 65 Prozent des Bärenzyklus durchschritten.
„Der Flush kommt. Sobald die MA 350 getaggt wird, werde ich bullish“, schrieb der Analyst.
Zu viele Risiken für eine nachhaltige Erholung
Bees Skepsis speist sich aus mehreren Quellen. Neben der ungewissen geopolitischen Lage – die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran stocken – lasten auch die jüngsten Inflationsdaten aus den USA auf dem Markt. Die Verbraucherpreise stiegen im April stärker als erwartet, was die Zinssenkungserwartungen dämpfte und risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen unter Druck setzte.
Der Analyst sieht schlicht „zu viele Dinge, die gegen die bullische Dynamik arbeiten“. Er erwartet daher weitere Tiefststände, bevor eine echte Trendwende einsetzen könne.
Ein anderer Analyst bleibt offen
Nicht alle Marktbeobachter sind so eindeutig pessimistisch. Der Krypto-Experte Colin, der zuvor ebenfalls von weiteren Kursverlusten ausgegangen war, zeigte sich nun offener für die Möglichkeit, dass der Boden bereits eingesetzt habe. Allerdings räumte er ein: Falls das der Fall sei, werde Bitcoin wohl noch einmal die Spanne zwischen 60.000 und 70.000 Dollar testen. Auch ein späterer Rückgang gegen Jahresende sei denkbar, so Colin. Seine Faustregel: Je länger BTC seitwärts oder höher trade, desto geringer werde die Wahrscheinlichkeit eines noch tieferen Bärenmarkt-Bodens.
Für Anleger hierzulande bleibt die steuerliche Einordnung dieser Entwicklung relevant: Wer Bitcoin während der Haltefrist von einem Jahr veräußert, muss Gewinne gemäß § 22 EStG versteuern. Sollte der Kurs tatsächlich noch einmal deutlich fallen, könnte ein späterer Wiedereinstieg steuerlich günstiger sein – vorausgesetzt, die Haltefrist wird eingehalten.