Bitcoin ETFs: Fünf Tage Zuflüsse trotz stagnierendem BTC-Preis
Die US-Spot-ETFs verzeichnen die längste positive Serie in 2026 mit fast 770 Millionen Dollar Nettozufluss in einer Woche. BlackRock führt das Feld an, während der Bitcoin-Kurs weiter kämpft.
Datum
16. März 2026

Key Takeaways:
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen fünf aufeinanderfolgende Tage mit Nettozuflüssen – die längste positive Serie im Jahr 2026.
- Die wöchentlichen Nettozuflüsse belaufen sich auf rund 767,32 Millionen US-Dollar.
- BlackRocks IBIT ist mit Abstand der größte Treiber der Zuflüsse.
- Trotz der starken ETF-Nachfrage zeigt der Bitcoin-Preis noch keine signifikante positive Reaktion und verharrt unter der 74.000-Dollar-Marke.
Fünf Tage Zuflüsse: ETF-Durst kehrt zurück
Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs haben eine bemerkenswerte Trendwende hingelegt. Nach einem turbulenten Jahresstart verzeichneten die börsengehandelten Fonds erstmals in 2026 fünf aufeinanderfolgende Tage mit Kapitalzuflüssen. Diese Serie markiert die längste positive Phase in diesem Jahr und deutet auf eine wiedererstarkende institutionelle Nachfrage hin.
Am Freitag, den 13. März, flossen netto weitere 180,33 Millionen Dollar in die Produkte. Damit summieren sich die wöchentlichen Nettozuflüsse auf beeindruckende rund 767,32 Millionen US-Dollar. Dies ist bereits die dritte Woche in Folge mit positiven Zuflusszahlen.
Die Nachfragebedingungen – insbesondere in den USA – scheinen sich stetig zu verbessern, auch wenn der Bitcoin-Preis selbst noch kämpft.
BlackRock dominiert, Fidelity folgt
Ein Blick auf die einzelnen Fonds zeigt ein klares Bild: Der Marktführer setzt den Ton. Die Aufschlüsselung der Zuflüsse vom letzten Freitag:
- BlackRock iShares Bitcoin Trust (IBIT): 143,59 Mio. USD
- Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC): 23,24 Mio. USD
- VanEck Bitcoin Trust (HODL): 8,05 Mio. USD
- Bitwise Bitcoin ETF (BITB): 3,09 Mio. USD
- Ark 21Shares Bitcoin ETF (ARKB): 2,36 Mio. USD
BlackRocks IBIT trug damit den Löwenanteil von fast 80% der Tageszuflüsse bei und festigt seine Position als der mit Abstand beliebteste Spot-Bitcoin-ETF. Die starken täglichen Zahlen übertreffen nur noch die Rekordzuflüsse vom Dienstag, dem 10. März, die bei 250,92 Millionen Dollar lagen.
Paradoxon: Starke ETF-Nachfrage, schwacher Preis?
Während die ETF-Zuflussstatistik eindeutig positiv ist, zeigt der Bitcoin-Preis eine entkoppelte Entwicklung. Trotz der massiven wöchentlichen Zuflüsse von fast 770 Millionen Dollar konnte BTC die wichtige Widerstandszone um 74.000 US-Dollar in den letzten zwei Wochen nicht nachhaltig überwinden.
Zum aktuellen Zeitpunkt notiert Bitcoin bei etwa 70.748 Dollar, ohne nennenswerte Bewegung in den letzten 24 Stunden. Im Wochenvergleich liegt ein Plus von knapp 5% vor. Dieses Preis-ETF-Paradoxon wirft Fragen auf:
- Wird das frische Kapital zunächst von Verkäufen anderer Marktteilnehmer absorbiert?
- Liegt eine zeitliche Verzögerung zwischen institutioneller Nachfrage und Preiseffekt vor?
- Oder deutet die ETF-Stärke auf eine fundamentale Unterbewertung von Bitcoin hin?
Ausblick: Kann der Trend anhalten?
Die drei positiven Wochen in Folge für die US-ETFs sind ein wichtiges psychologisches Signal für den Markt. Sie zeigen, dass das institutionelle Interesse an Bitcoin als langfristige Vermögensklasse trotz kurzfristiger Kursrücksetzer intakt bleibt.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob dieser Zuflusstrend anhält und ob sich die massive Nachfrage schließlich auch im Bitcoin-Preis niederschlägt. Sollte der Kurs die 74.000-Dollar-Marke doch noch überwinden, könnte dies eine neue Aufwärtsdynamik auslösen, die durch die ETF-Zuflüsse zusätzlichen Treibstoff erhält.